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2016 werden im Werk Bremen zehn Modelle gebaut


Welches C-Klasse Modell der deutsche oder europäische Kunde auch wählt, eines ist sicher: Die Produktion erfolgt in Bremen als Kompetenzzentrum der C-Klasse. Und ab Sommer 2016 werden die Herzen der Freunde offener Fahrzeuge noch höher schlagen. Das neue Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet kommt auf den Markt.

Neben Limousine, dem Kombi T-Modell und dem zuletzt eingeführten Coupé steigt die Anzahl der Varianten der C-Klasse Familie somit auf vier Modelle.

Das neue Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet © Daimler AG


Cabrio-Fertigung in Bremen seit 1989

In der Produktion von offenen Fahrzeugen, sowohl 2-sitzig (Roadster) als auch als 4-Sitzer (Cabriolet), zeigt das Werk Bremen seit vielen Jahren große Kompetenz und damit auch Kontinuität. SL Roadster, SLC Roadster, E-Klasse Cabriolet und ab Sommer 2016 das C-Klasse Cabriolet: Das Werk Bremen ist der Hauptproduktionsstandort für offene Fahrzeuge mit dem Stern.

Das erste Cabrio lief 1989 vom Band. Es war der damals nagelneue, zweisitzige Roadster SL, Baureihe R 129. Ein Traumwagen für viele und gleichzeitig der Beginn einer "never ending story", denn seitdem wird der Typ SL ununterbrochen in Bremen gebaut. Der Nachfolger R 230 kam 2002 und ab 2012 wird der SL in der aktuellen Version R 231 produziert. Die stolze Bilanz bis heute: Der SL kommt bislang auf eine Produktionszahl von mehr als 400.000 Fahrzeugen.

1996 erfolgte ein weiterer, wichtiger Meilenstein im Cabrio-Segment: Der SLK, der "kleine" Roadster mit dem klappbaren Stahldach, kam auf den Markt. Auch dieses Modell wird seitdem durchgängig in allen bisherigen Baureihen in Bremen gefertigt. 2016 wurde der SLK in SLC umbenannt. Das viersitzige E-Klasse Cabriolet kommt seit 2010 ebenfalls aus Bremen.

1989 erschien der Mercedes-Benz 300 SL, Baureihe 129 © Daimler AG


Von Bremen aus in die weite Welt

Mit rund 324.000 produzierten Fahrzeugen in 2015 war das Werk Bremen weltweit der größte Produktionsstandort von Mercedes-Benz. Das Werk ist voll ausgelastet, was vor allem an den Topsellern C-Klasse und GLC liegt. Mit mehr als 12.500 Beschäftigten ist das Mercedes-Benz Werk Bremen der größte Arbeitgeber in Bremen.

Die Fahrzeuge laufen im Dreischichtbetrieb vom Band. Und quasi jedes Fahrzeug hat bereits einen Käufer und ist individuell ausgestattet, denn auf Halde wird nicht produziert. Nennenswerte Lagerplätze gibt es auf dem Werksgelände nicht. Da kann man erahnen, welch logistische Kompetenz nötig ist, um die Fahrzeuge nach Fertigstellung aus dem Werk und auf den Weg zum Kunden zu bringen. Ein eigener Bahnanschluss und eine fein getaktete Flotte von Pkw-Transportern meistern diese Herausforderung.

Eine nicht unerhebliche Menge der Fahrzeuge geht in den Export. Die Nähe zum Pkw-Verschiffungsterminal in Bremerhaven ist dabei ein großer Standortvorteil.

Fabrik des Jahres

Das Mercedes-Benz Werk Bremen wurde 2015 durch die Fachzeitschrift „Produktion“ und die Unternehmensberatung AT Kearney als „Fabrik des Jahres“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung zeigt, dass das Bremer Werk in Sachen Großserienfertigung ganz weit vorne ist. Die Bremer Mannschaft punktet mit hoher Flexibilität, einer enormen Anlaufkompetenz und beherrscht die große Produktvielfalt am Standort. 2015 wurden in Bremen acht Modelle produziert und dabei bis zu drei Varianten auf einer Linie. Dazu werden Anläufe neuer Produkte im laufenden Dreischichtbetrieb gemeistert. Mithilfe von innovativen Schichtmodellen reagiert das Werk flexibel auf die Nachfrage in den Märkten und kann besonders effizient produzieren.

2016 werden in Bremen zehn Modelle gebaut

1978 begann die Mercedes-Benz Produktion in Bremen. Damals wurde lediglich ein Fahrzeugtyp gefertigt. Es war das T-Modell der Baureihe 123. Der Wagen war der erste als T-Modell bezeichnete Kombi von Mercedes-Benz. Das T-Modell gilt heute bei vielen als der Urvater der sogenannten "Lifestyle-Kombis", die sich vom Image des "Handwerker-Autos" bewusst absetzten.

Aktuell werden in Bremen acht Fahrzeugmodelle hergestellt: C-Klasse Limousine, T-Modell und Coupé, E-Klasse Cabrio und Coupé, das SUV GLC und die Roadster SL und SLC. Mit dem C-Klasse Cabrio und dem GLC Coupé werden es ab Sommer 2016 zehn Modelle "Made in Bremen" sein. So viele wie noch nie.

Mercedes-Benz T-Modell, Baureihe 123 © Daimler AG



Weitere Informationen zum Thema Automotive gibt es bei Jörg Kautzner, Tel.: 0421 9600 324, joerg.kautzner@wfb-bremen.de


Warum Bremen ein bedeutender Automobilstandort sowohl in Forschung als auch Wirtschaft ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Automotive.

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