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Wie die Nähe von Logistikern zum Mercedes-Benz Werk Bremen Prozesse voranbringt

Autobahnschild Gewerbepark Hansalinie Bremen
Mit eigenem Autobahnanschluss: der Gewerbepark Hansalinie Bremen © Jens Lehmkühler | WFB

Der Gewerbepark Hansalinie Bremen ist erfolgreich und wird daher gegenwärtig erweitert. Große Logistik-Unternehmen sind hier angesiedelt und entwickeln immer ausgefeiltere Prozesse, um die Produktion just-in-sequence für die Automobilbranche zu optimieren.

Erfolgsgeschichte Gewerbepark Hansalinie Bremen

Der Gewerbepark Hansalinie Bremen hat sich über die Jahre stetig weiterentwickelt und ist seit seiner Gründung eine Erfolgsgeschichte. Die unmittelbare Nähe zum Mercedes-Benz Werk Bremen und der eigene Autobahnanschluss führen zu stetiger Nachfrage. Gegenwärtig wird der Gewerbepark Hansalinie Bremen deshalb in einer zweiten Baustufe um rund 55 Hektar erweitert. In den letzten Jahren hat sich die Hansestadt Bremen zu einem Kompetenzzentrum der Automotive-Industrie entwickelt. Die besondere Kombination aus Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung machen Bremen zu einem gefragten Standort. Insgesamt über 20.000 Mitarbeiter in etwa 1.700 Unternehmen sind hier in der Logistikbranche tätig und decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. „Automobil und Logistik sind Branchen, die Bremen zu einem Top-Wirtschaftsstandort machen“, meint Ekkehart Siering, Staatsrat beim Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Luftaufnahme Gewerbepark Hansalinie Bremen
Der Gewerbepark Hansalinie Bremen in einer Luftaufnahme © WFB/terra-air-services

Logistikunternehmen für die Automotive-Branche expandieren

„Der Automobilkonzern Daimler ist einer der zentralen Treiber für die Nachfrage im Gewerbepark Hansalinie Bremen“, weiß Jutta Zernikow, Projektleiterin bei der Wirtschaftsförderung Bremen. Unternehmen, die schon länger im Gewerbegebiet ansässig sind, expandieren, und neue kommen hinzu – so hat Ende 2015 die Heddesheimer Unternehmensgruppe pfenning logistics eine Niederlassung im Gewerbepark Hansalinie Bremen eröffnet. Der Neubau ist die Steuerzentrale für die minutengenaue Produktionsversorgung des nahegelegenen Mercedes-Benz Werks Bremen mit Karosserieteilen. Der neue Firmensitz ist auf einem 15.000 Quadratmeter großen Areal angesiedelt und Arbeitsplatz von 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von pfenning logistics.

Transportkreislauf in drei Schichten täglich bei pfenning logistics

Im Dreischichtbetrieb und mit bis zu 1.000 Fahrzeugtouren täglich sorgt pfenning logistics in Bremen für einen abgestimmten Transportkreislauf, der alle Be- und Entladestellen im Mercedes-Benz Werk Bremen sowie die im Umkreis ansässigen Zulieferfirmen in die just-in-time getaktete Werksversorgung einbindet. Die Lkw-Lieferungen umfassen die Bereiche Rohbau und alle weiteren Produktionshallen auf dem Mercedes-Benz Werksgelände in Bremen-Sebaldsbrück. Das Unternehmen unterstützt mit seinem Angebot ansässige Logistiker bei der Umsetzung ihrer Lieferungen.

Lkw der Firma pfenning logistics
Mit neuer Niederlassung im Gewerbepark Hansalinie Bremen: pfenning logistics © pfenning logistics

Plant Consolidation Center der Firma Lorel sorgt für Teilenachschub just-in-time

Der Logistkdienstleister Lorel ist seit Jahren im Gewerbepark Hansalinie Bremen ansässig. Er betreibt sein Plant Consolidation Center (PCC) am Standort und sorgt mit einem durchdachten System für den Nachschub der Produktionsteile just-in-time. Auf seinem 103.000 Quadratmeter großen Grundstück verfügt Lorel über eine Vollguthalle (65.000 Quadratmeter), eine Leerguthalle (16.500 Quadratmeter ) und ein 10.000 Quadratmeter großes Freilager. Das PCC ist ein Lieferanten-Logistik-Zentrum und übernimmt die Lagerhaltung für den Automotive Sektor – dies umfasst sowohl die klassische Vollgut-Lagerhaltung als auch das Handling vorkommissionierter Ware sowie Cross-Docking und Leerguthandling. Auch Setbildung und Paketvereinzelung ist bei Lorels PCC möglich.

Lorels IT-System unterstützt Warentrennung

Die 400 Lorel-Mitarbeiter können in drei Schichten täglich eine große Zahl an Lkws abfertigen. Anliefernden Frachtführern wird dafür ein Zeitfenster zugeteilt. Wird es eingehalten, sichert das Unternehmen die umgehende Abwicklung zu. Weil bei Lorel eine Seitenbe- und -entladung üblich ist, verringert sich die Aufenthaltsdauer am Tor. Lorels IT-System unterstützt die Trennung der Waren beim Wareneingang. Werkswaren gehen beim Cross-Docking direkt weiter in den Warenausgang und werden anschließend zum Werk transportiert.

Auf diese Weise gehen bei Lorel täglich über 8.500 Behälter ein. 2.000 verlassen das Lager wieder, sobald sie im Cross-Docking sortiert sind, die übrigen werden eingelagert. Jeder Regallagerplatz ist mit einem RFID-Tag versehen. Die Fahrer der Schubmaststapler nehmen die am Terminal angezeigte Ware auf und erhalten den Ziellagerplatz angezeigt. Bei Einlagerung wird der Stellplatz per RFID-Lesung bestätigt und in das System übernommen. So kann bei den großen Regalhöhen sichergestellt werden, dass alle Einlagerungen korrekt vollzogen und gebucht werden.

Die Auslagerung der Ware wird von Impulsabrufen, die an die Fertigungsplanung angepasst sind, gesteuert. Die Abrufe enthalten Produktnummer, Schichtnummer und Verbauzeit. Ab Eingang des Impulsabrufs hat Lorel 90 Minuten Zeit, bis die Ware auf dem Shuttletransport verladen sein muss.

DB Schenker unterhält Logistikzentrum beim Gewerbepark Hansalinie Bremen

Auch DB Schenker betreibt hier unter anderem ein Lieferantenlager als i-Park für das Mercedes-Benz Werk Bremen. Rund 320 Mitarbeiter der Firma DB Schenker nehmen am Wareneingang täglich über 100 Lkw-Ladungen zur fachgerechten Lagerung entgegen. Die Lieferungen kommen aus Deutschland und Europa: Lenkräder, Achsen, Federbeine und andere Komponenten. Mitarbeiter stellen die gewünschten Module genau so zusammen, wie sie für die Montage im Werk gebraucht werden und liefern sie sequenzgenau ins rund sechs Kilometer entfernte Mercedes-Benz Werk Bremen. So liefert Schenker wöchentlich Teile für tausende Fahrzeuge exakt im Takt der Produktion an die Montagebänder.

Das Logistikzentrum von DB Schenker beim Gewerbepark Hansalinie Bremen ist mit den steigenden Anforderungen des Kunden stetig gewachsen. Nachdem das Projekt 2007 mit etwa 10.000 Quadratmetern für Lagerung und Umschlag gestartet war, bewirtschaftet DB Schenker heute nahezu die sechsfache Fläche.

Enge Anbindung an die Bremer Häfen

Der Weg der gefertigten Automobile geht vom Werk aus vielfach weiter über einen der bremischen Häfen. Der Gewerbepark Hansalinie Bremen liegt hierfür verkehrsgünstig und kann mit seiner Infrastruktur punkten – neben einer exzellenten Anbindung an Autobahn, Bremer Innenstadt, Flughafen und an die bremischen Häfen kann das Gewerbegebiet auch eine gute interne Infrastruktur bieten: Eine Tankstelle und eine Lkw-Waschanlage, Gastronomie und ein Hotel werden auf einem Autohof betrieben. Jutta Zernikow, Projektleiterin bei der WFB betont: „Im Gewerbepark Hansalinie Bremen haben wir einen idealen automotive-geprägten Branchenmix, der den Erfolg des Standortes langfristig sichert.“

Autohof Gewerbepark Hansalinie Bremen
Autohof Gewerbepark Hansalinie Bremen © Jens Lehmkühler | WFB


Mehr zum Thema Automotive erfahren Sie hier oder bei Kai Stührenberg, Jutta Zernikow und Jörg Kautzner

Mehr zum Thema Logistik erfahren Sie hier oder oder bei Jörg Kautzner

Clustermanager Logistik und Automotive T +49 (0) 421 9600-324, joerg.kautzner@wfb-bremen.de.

Mehr zum Thema Gewerbepark Hansalinie Bremen erfahren Sie hier oder bei Jutta Zernikow, Unternehmensservice und Vertrieb. Projektleiterin Region Bremen Ost. T +49 (0) 421 9600-249. jutta.zernikow@wfb-bremen.de

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