+49 (0) 421 9600-10
RENN nord - Quelle: RENN nord
6.6.2023 - Jann Raveling

Wie Unternehmen gemeinsam an Nachhaltigkeitszielen arbeiten – und am 15. Juni zum Mitmachen einladen

Nachhaltigkeit

RENN.nord-Netzwerk engagiert sich für Nachhaltigkeitsziele

Im RENN.nord-Netzwerk schließen sich Unternehmen und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam nachhaltiger zu werden. Anlässlich der Jahreskonferenz am 15. Juni 2023 spricht Nele Feldkamp vom Netzwerk über Mitmach-Angebote und worauf sie sich während der für alle offenen Konferenz freut.

Die „Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“(RENN) fördern die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen auf lokaler Ebene. Bremen gehört zur „nord“ Region. Zusammen mit der Koordinierungsstelle in Hamburg engagiert sich das Netzwerk hier in Bremen dafür, Unternehmen und Institutionen zusammenzubringen. Im Interview erklärt Nele Feldkamp, Projektmitarbeiterin RENN.nord Bremen, wie das Netzwerk arbeitet und warum der 15. Juni 2023 ein perfekter Tag ist, um sich näher mit dem Netzwerk auseinanderzusetzen.

Nele Feldkamp, Projektmitarbeiterin RENN.nord Bremen
Nele Feldkamp, Projektmitarbeiterin RENN.nord Bremen © Renn.nord

Warum sollten Unternehmen sich bei Ihnen melden? Welchen Mehrwert bietet das RENN.nord-Netzwerk?

Wir bieten Unternehmen eine erste Orientierung, wenn es um das Thema nachhaltiges Wirtschaften geht. Durch Workshops, Veranstaltungen und Vernetzungsmöglichkeiten mit vielfältigen, regionalen Akteur:innen fördern wir den Austausch rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die Sustainable Development Goals (SDGs). Außerdem stehen wir Unternehmen als Kooperationspartnerin für Veranstaltungen und andere Aktionen rund ums Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung.

Welche ganz konkreten Angebote bieten sich durch RENN.nord?

Konkret bieten wir Unternehmen zum Beispiel unser flexibles Dialogformat Tisch17 an, einen kostenfreien Workshop zum Kennenlernen und Integrieren der SDGs in den Unternehmenskontext. Der Workshop wird individuell auf die Bedürfnisse und die Zielgruppe im Unternehmen angepasst.

Die SDG Challenge motiviert Unternehmen, im Challengezeitraum eine Maßnahme zu mehr Nachhaltigkeit im Betrieb umzusetzen und findet dieses Jahr vom 05.-16. Juni statt.

Mit dem Bremer SDG-Netzwerk bauen wir, zusammen mit der Senatskanzlei, ein Netzwerk für alle Akteur:innen auf, die sich im Beruf oder privat mit Themen der SDGs beschäftigen. Neben halbjährlichen Netzwerktreffen gibt es die SDG Infomail mit News und Terminen, die alle drei Monate verschickt wird. Zur Anmeldung geht es hier entlang.

Mit welchen Fragestellungen kommen Unternehmen auf Sie zu?

Das kann ganz unterschiedlich sein. Oft möchten sich die Unternehmen grundlegend zu den SDGs informieren: Was steckt dahinter, wo kommen sie her und wie können sie in der Wirtschaft umgesetzt werden? Besonders nachgefragt werden Möglichkeiten für einen niederschwelligen Einstieg, bei dem auch die Mitarbeitenden einbezogen werden. Inmitten der vielen Herausforderungen, mit denen Unternehmen zunehmend konfrontiert sind, stellt sich zudem die Frage, welchen Mehrwert die Auseinandersetzung mit den SDGs mit sich bringt.

Welche Akteur:innen aus Bremen engagieren sich aktiv im Netzwerk?

Die RENN sind in jedem Bundesland aktiv und jeweils an eine Partnerorganisation angegliedert. Mit der Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen hat RENN.nord in Bremen einen starken Partner: In der Partnerschaft Umwelt Unternehmen engagieren sich in Bremen und Bremerhaven über 220 Unternehmen, vom Industrieunternehmen über den Mittelständler und das Handwerk bis hin zum Dienstleister. Daneben arbeiten wir mit der Senatskanzlei, dem biz, dem Social Impact Lab Bremen und engagierter Zivilgesellschaft, um nur einige zu nennen.

Austausch steht im Mittelpunkt des RENN.nord-Netzwerks
Austausch steht im Mittelpunkt des RENN.nord-Netzwerks © RENN.nord/Rutsch

Die RENN.nord Jahreskonferenz findet dieses Jahr am 15. Juni in Bremen statt, diesmal unter dem Motto „Herausforderungen an die Unternehmensentwicklung bis 2030“ – welche konkreten Themen stehen da auf der Agenda?

Die Konferenz stellt die aktuellen Herausforderungen, Entwicklungen und Chancen der Unternehmenswelt in den Fokus: Wie schaffen Unternehmen gute und faire Arbeitsbedingungen? Wie transparent werden Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit sein müssen? Wie können Unternehmen ihre Umweltbelastung reduzieren? Mit einem vielfältigen Workshopprogramm adressieren wir diese Themen am 15. Juni, die Anmeldung ist noch bis zum 9. Juni unter diesem Link möglich.

Für wen ist die Jahreskonferenz besonders spannend?

Die RENN.nord Jahreskonferenz ist spannend für Unternehmer:innen, Arbeitnehmer:innen, Nachhaltigkeitsbeauftragte, Personaler:innen, Transformationsmanager:innen und alle, die am nachhaltigen Wirtschaften und Arbeiten interessiert sind.

Was gefällt Ihnen persönlich am besten an der Konferenz?

Mir gefällt, dass sich die Teilnehmenden in den Workshopsessions und dazwischen viel austauschen und vernetzen können. Über die Bundeslandgrenzen hinweg freuen wir uns auch auf die Gäste und den Input aus den übrigen RENN.nord Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Highlight wird die Keynote von Yvonne Zwick, Vorsitzende des B.A.U.M. e.V. -Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften – darauf freue ich mich besonders.

Nachhaltigkeit/Transformation der Wirtschaft ist ja ein riesiges Aufgabengebiet - welche Schwerpunkte sind derzeit vor allem im Fokus Ihrer Arbeit?

Zusammen mit RENN.nord in Hamburg entsteht momentan eine Broschüre mit Best-Practice-Beispielen sowie Maßnahmen zur Umsetzung der SDGs im Unternehmen, die wir diesen Sommer veröffentlichen werden. Außerdem haben wir uns mit der Kommunikationsagentur ecolo im letzten Jahr mit dem Thema Biodiversität beschäftigt, in Workshops mit vielen Akteur:innen gesprochen und erarbeiten nun ein Endprodukt zur koordinierten Umsetzung von Biodiversitätsvorhaben in Norddeutschland. Daneben ist auch das Thema Plastikmüll in Unternehmen im Fokus, beispielsweise durch das Bündnis für Mehrweg oder unseren Beitrag auf der Breminale zur Mülltrennung auf dem Festival.

Frau Feldkamp, vielen Dank für das Gespräch!

Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)

2016 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gegründet, haben die „Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“(RENN) den Auftrag, die Sustainable Development Goals (SDGs) auf lokaler Ebene zu fördern. Das Netzwerk wird seither aus Mitteln des Bundeskanzleramtes finanziert. Die vier Koordinierungsstellen RENN.nord, RENN.mitte, RENN.west und RENN.süd steuern die Aktivitäten in ihren Regionen. RENN.nord RENN.nord vernetzt Akteur:innen in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu geben. Das Ziel: die Ideen, Kompetenzen und Konzepte engagierter Akteure aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zusammenführen, um die SDGs in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Zu den Angeboten gehören:

  • Informations-& Vernetzungsveranstaltungen
  • Workshops
  • Impulsvorträge
  • Leitfäden & Magazine
  • Kampagnen & Ausstellungen

Mehr zu Nachhaltigkeits-Themen in Bremen in unserem monatlichen Newsletter:

Erfolgsgeschichten


Erfolgsgeschichten
01.03.2024
Bremen zählt zu den größten deutschen Industriestandorten

Bremen rangiert, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, unter den 10 größten deutschen Industriestandorten. Ob es um Flugzeuge und Satelliten, Nahrungsmittel, Automobile, Schiffe, Logistik oder die Stahlerzeugung geht - Bremer Industrie hat seit jeher einen hohen Stellenwert.

Bremen als Industriestandort
Erfolgsgeschichten
26.02.2024
Luftbilder aus Bremen 2024 – Bremen von oben

Neue Perspektiven auf unsere geliebte Hansestadt – wir begeben uns in die Lüfte und zeigen Bremen von oben.

Mehr erfahren
Pressedienst
23.02.2024
Die Endlichkeit im Blick

Wer einen wichtigen Menschen verliert, erlebt das häufig als tiefe Krise. Tanja Brinkmann unterstützt Trauernde dabei, neue Zuversicht zu finden. Als Mitgründerin des bundesweiten Netzwerks „Trauer am Arbeitsplatz“ berät sie auch Unternehmen, die mit einem Todesfall konfrontiert sind.

Mehr erfahren