+49 (0) 421 9600-10
Informationen zur Barrierefreiheitserklärung in leichter SpracheInformationen zur Barrierefreiheitserklärung in leichter Sprache
17.11.2020 - Ben Endlich

„Logistikimmobilien sind gerade sehr gefragt“

Neu in Bremen

Die Logivest GmbH berät seit September 2020 die Logistikbranche mit einem eigenen Standort in Bremen

Logivest sitzt im Bremer Technologiepark, hat aber die gesamte Hansestadt im Blick
Logivest sitzt im Bremer Technologiepark, hat aber die gesamte Hansestadt im Blick © WFB/Ring

Expansion auch in Coronazeiten - das Münchener Unternehmen Logivest ist mittlerweile an bundesweit acht verschiedenen Standorten vertreten. Seit September dieses turbulenten Jahres nun auch mit einem Büro in Bremen. Logivest hat sich auf Logistikimmobilien und Logistikstandorte spezialisiert. Dabei konzentriert sich das Beratungsunternehmen einerseits auf die Vermietung, Transaktions- und Neubauberatung und andererseits auf die Vermarktung von Logistikstandorten sowie die Themen Standortanalyse und Prozessberatung.

Sören Bredenkamp blickt von seinem Büro in der Universitätsallee direkt auf den Campus der Universität Bremen, auf dem er als Student früher selbst ein- und ausging. Seit Anfang des Jahres ist der 45-jährige gebürtige Bremerhavener nun als Consultant Industrial and Logistics am Bremer Standort von Logivest tätig. Während auf dem Gelände der Universität in Zeiten coronabedingter Online-Vorlesungen nicht viel los ist, können sich Bredenkamp und seine Bremer Kolleginnen und Kollegen über die Auftragslage im Markt für Logistikimmobilien, Lager- und Gewerbeflächen nicht beklagen. Bredenkamp ist Experte für diesen Markt und kennt die Herausforderungen genau, vor der die Branche aktuell steht. Und guter Rat ist in Pandemie-Zeiten nicht immer teuer, aber zumindest doch sehr gefragt.

Bremen – ein Standort in Bewegung

Die Entscheidung für den Standort in Bremen war für Logivest eine logische Konsequenz der langen und engen Kontakte zu Kunden aus der Bremer Logistikbranche. Wurden diese vormals von regionalen Angestellten betreut, ist jetzt ein komplettes Team unmittelbar vor Ort, die Wege zum Kunden sind kurz. Den Auf- und Ausbau des neuen Standortes leitet mit Sven Lehmann ebenfalls ein echter Regionalexperte, der seit über zehn Jahren als Logistikimmobilienberater in der Region tätig ist.
„Bremen hat natürlich eine große logistische Tradition“, hebt Lehmann hervor, aber auch perspektivisch tue sich hier viel. Er verweist auf den Abschluss des Autobahnprojekts A281, welches einen echten Anschub für die künftige Entwicklung des Standortes leiste, insbesondere durch den Anschluss der Industriehäfen an das Güterverkehrszentrum. Neben der historisch gewachsenen, logistischen Stärke der Hansestadt hätten die Verantwortlichen in Bremen so immer auch künftige Entwicklungen im Blick, lobt Lehmann.

Das Logivest-Team mit (v.l.n.r.) Annika Armutat, Ineke Rasmussen, Standortleiter Sven Lehmann, Svetlana Reschetnikov und Sören Bredenkamp
Das Logivest-Team mit (v.l.n.r.) Annika Armutat, Ineke Rasmussen, Standortleiter Sven Lehmann, Svetlana Reschetnikov und Sören Bredenkamp © Logivest

Logivest hilft aktuellen Herausforderungen zu begegnen

Die Logistikbranche gilt häufig auch als Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft. Die Auswirkungen von Corona sind also gerade hier auf vielschichtige Weise spürbar. Aber nicht nur die Pandemie, sondern auch aktuelle Entwicklungen wie der zunehmende Online-Handel und die Herausforderung, auf den Klimawandel zu reagieren, treiben die Logistikbranche um.

„Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, das Prinzip der just-in-time Auslieferung umzugestalten. Gerade Pharmaunternehmen sind angehalten, in der Coronakrise gewisse Lagerbestände vorzuhalten. Entsprechend werden größere Flächenkapazitäten benötigt“, sagt der Bremer Bredenkamp und verweist auf die bedarfsgenauen Lösungen, die Logivest für seine Kunden ver- und ermittelt.

Auch im Zuge des Wachstums, das der Onlinehandel nun insbesondere durch Corona verzeichne, sei die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Logivest in Krisenzeiten stabil. „Auch wenn Corona mittelfristig als Faktor hoffentlich wegfällt, liegt die Vermutung nahe, dass der Trend zur Onlinebestellung auch langfristig anhält. Im Zuge der Pandemie bestellten auch viele online, die zuvor noch offline einkauften. Auch als Konsequenz dessen werden logistische Konzepte benötigt, die potenzielle Kunden der Logivest in die Lage versetzen, auf das langfristige Wachstum im Onlinehandel zu reagieren“, so Bredenkamp.

„Auch die Beratung von Neubauprojekten ist ein Thema bei Logivest, zum Beispiel für Kunden in der Elektromobilitätsindustrie. Die hier benötigten Batterien brauchen eine aufwändige, brandschutzsichere Lagerung. Dies geben viele Bestandsimmobilien derzeit nicht her. Manche können gemäß den Leitfäden von Feuerwehr und Versicherung nachgerüstet werden, bei anderen Projekten ist ein Neubau sinnvoller“, ergänzt Standortleiter Lehmann. Neben diesen eher kostenaufwändigen Projekten gelte es auf der anderen Seite auch die Flächennutzung in Bestandsimmobilien effizienter zu gestalten. Je nach Bedarf würde Logivest dann in enger Abstimmung mit den Kunden eine individuelle, gut durchkalkulierte Herangehensweise ermitteln.

Unterstützung durch die WFB

Bereits im Vorfeld der Ansiedlung kam die Logivest mit der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) zu ersten Gesprächen zusammen. „Wir hatten direkt das Gefühl, dass man uns mit ins Boot holt, um hier gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Etwas, das dann in letzter Konsequenz natürlich auch der Stadt Bremen zu Gute kommt - hier möchte Logivest seinen Beitrag leisten“, schließt Lehmann begeistert.


Interessieren Sie sich für News aus der Bremer Wirtschaft? Dann geht es hier entlang:

Maritime Wirtschaft und Logistik
16.11.2020
Wenn sich die Mathematik nasse Füße holt

Damit eines Tages Schiffe selbstständig kreuzen können, bedarf es jeder Menge Hirnschmalz. Bremer Mathematikerinnen und Mathematiker forschen fleißig daran – und holen sich manchmal nasse Füße

Mit KI in die Häfen
Maritime Wirtschaft und Logistik
13.11.2020
13 Reedereien in Bremen

Was wäre eine Hafenstadt ohne Reedereien? Ein trauriger Schnack. Gut, dass Bremen Standort zahlreicher nationaler und internationaler Schifffahrtsunternehmen ist. Wir zeigen, welche.

ab in den Hafen
Internationales
09.11.2020
Export nach Libyen: Die Feinheiten machen den Unterschied

Tamim Fannoush ist heute begeisterter Bremer. Der Libyer kam ursprünglich in die Hansestadt, um hier Geschäfte zu machen. Jetzt lebt er hier – und hilft mit seinem wachsenden Unternehmen, Geschäftschancen in einem eher unbekannten afrikanischen Land wahrzunehmen.

Mehr erfahren