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LogistikLotsen und das DIGILAB Brennerei 4.0 arbeiten an der Zukunft der Logistik

AR-Brille
Experimentieren mit neuen Technologien: Die LogistikLotsen © LogistikLotsen

Ein Herbstnachmittag am Bremer Weserufer. Der KARTON ist hippe Bar und Eventraum zugleich, hier treffen 60er Jahre Polstermöbel auf Paletten- und DIY-Charme. Perfekter Ort für einen kreativen Gedankenaustausch zwischen renommierten Logistikern und kreativen Studierenden. Daher auch Ort des ersten OPEN INNOVATION Workshops des Vereins LogistikLotsen für die Metropolregion Nordwest. Bei ihm ging es um die Digitalisierung in der Logistik. Sieben Logistikunternehmen trafen auf über 30 Studierende der regionalen Hochschulen. An diesem Nachmittag wurde auch die Kooperation der Logistiklotsen mit dem DIGILAB Brennerei 4.0 der WFB offiziell verkündet.

„Die Studierenden fungieren als Navigator zwischen Logistik, IT und Kreativwirtschaft und führen Entscheidungsträger, Experten, Designer und Künstler in ergebnisoffener Arbeitsatmosphäre zusammen“, erklärt Gründer und Initiator Sven Hermann das Konzept hinter den LogistikLotsen.

Ergebnisoffen, das heißt: Rumspinnen ausdrücklich erlaubt! Ziel sei es, so Hermann, Start-up-Arbeitsweisen in etablierten Unternehmen einzuführen. Es geht darum, hierarchiearm und experimentierfreudig über Neues nachzudenken, auszuprobieren und neue Methoden zu erlernen. „Auch Grown-ups waren mal klein. Diese Atmosphäre bringen wir zurück!“, versichert der Professor.

Mehr dazu, wie die LogistikLotsen genau arbeiten, gibt es in unserem Artikel: „Die LogistikLotsen starten und bieten Kooperation und Innovation zwischen Wissenschaft und Praxis"

Studierende LL
Eines der Studierendenteams beim Open Innovation-Workshop, ganz rechts: Stephanie Knizkov © LogistikLotsen


Logistik 4.0: BLG lernt von Studierenden

Stephanie Knizkov ist eine der Lotsinnen. Die Israelin studiert an der Jacobs University Supply Chain Engineering im Masterstudiengang. Während des Workshops hat sie im Team mit der BLG gearbeitet: „Industrie 4.0 und vor allem autonome Fahrzeuge sind bei der BLG ein großes Thema, das hat die Zusammenarbeit sehr spannend gemacht. Die Unternehmensvertreter der BLG waren über unsere Lösung begeistert und untersuchen derzeit, ob sie sich im Unternehmen realisieren lässt.“ Für das Logistikschwergewicht entwarf sie mit ihrem Team in drei Tagen das Konzept für ein autonomes Transportfahrzeug, das Autos von ihrem Stellplatz an Land ins Parkdeck auf dem Frachtschiff befördert.

Mehr zum Workshop auch im Video der LogistikLotsen:

Logistiklotsen: Mittelständische Unternehmen fit für die Digitalisierung machen

Neben Branchengrößen wie die BLG zeichnen die Bremer Logistikwirtschaft viele mittelständische Unternehmen aus. Diese können besonders von der Digitalisierung profitieren, sagt Sven Hermann: „Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind dadurch geprägt, dass sie schnell, flexibel, kundennah und -individuell ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten können. Das gilt es im Bereich der Digitalisierung mit Offenheit, Agilität, Kreativität, Vernetzung und einem richtigen Maß an Selbstorganisation zu verbinden. Gelingt dies, können gerade kleine und mittelständische Unternehmen schnell zu Treibern und Trägern der digitalen Transformation in ihrem jeweiligen Geschäftsfeld werden.“

Dr. Sven Hermann mit Schild: „LogistikLotsen“
Dr. Sven Hermann, Gründer der LogistikLotsen © Dr. Sven Hermann

Mit den Veranstaltungen der LogistikLotsen geht es genau darum – Unternehmen einen Ort zu geben, um Neues zu erlernen und zu erproben, ganz abseits fester Hierarchien und festgefahrener Strukturen.

Gemeinsam für Bremer Wirtschaft

Eine, die auch ganz genau weiß, wie wichtig kreatives Arbeiten für die Bremer Wirtschaft ist, ist Andrea Kuhfuß. Die Innovationsmanagerin im DIGILAB Brennerei 4.0 sitzt nur wenige Meter vom KARTON entfernt. Als Leiterin der Denkwerkstatt der Wirtschaftsförderung Bremen führt sie Studierende und Unternehmen seit 2012 zusammen, um unternehmerische Herausforderungen kreativ zu lösen.

„Im DIGILAB Brennerei 4.0 geht es um Technologie- und Wissenstransfer, die Optimierung von Prozessen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Gleichzeitig professionalisieren wir junge Nachwuchskräfte, begeistern sie für die Potenziale der Region und stärken die Wettbewerbsfähigkeit“, so Kuhfuß.

Andrea Kuhfuß, Bremen
Andrea Kuhfuß im Brennerei DIGILAB 4.0 © Daniela Buchholz

Ein Baustein sind dabei regelmäßige Innovationwerkstätten und -foren, bei denen Führungskräfte in kleinen Gruppen zu unternehmerischen und gesellschaftlichen Fragestellungen arbeiten. Ein zweiter sind Kooperationen mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Land. Hier treffen Studierende auf echte Fragestellungen aus der Wirtschaft.

Jetzt kooperiert das DIGILAB Brennerei 4.0 mit den LogistikLotsen, um gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren. Beide Institutionen bringen ihr Netzwerk aus Dienstleistern, Technologieanbietern, Hochschulen und Institutionen ein. „Wir wollen gemeinsam Segel setzen gen Digitalisierung“, sagt Kai Stührenberg, stellvertretender Abteilungsleiter Innovation bei der WFB, „Innovationen sind eine große Chance für unsere starke Logistikregion und für andere Branchen, wir möchten gemeinsam mit den LogistikLotsen Unterstützer und Motivator sein!“


Wer jetzt gemeinsam mit den LogistikLotsen und dem DIGILAB Brennerei 4.0 Segel setzen möchte, wendet sich an Andrea Kuhfuß, andrea.kuhfuß@wfb-bremen.de Tel.: 0421 696989912 oder Prof. Dr. Sven Hermann, hermann@logistiklotsen.de

Mehr zu den LogistikLotsen auf: http://www.logistiklotsen.de/logbuch.html

Mehr zum DIGIALB Brennerei 4.0 auf: http://brennerei-lab.de/

Mehr zur Digitalisierung in der Logistik in unserem Artikel „Digitalisierung aus Sicht der Containerlogistik“ 


Welche Services die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH bei der Digitalisierung Ihres Unternehmens bietet, erfahren Sie auf der Übersichtsseite Digitalisierung.

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