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Das Reich der Mitte hat großes Interesse am kleinsten deutschen Bundesland


Container aus China im GVZ Bremen
Container aus China im GVZ Bremen © WFB / Jens Lehmkühler


2003 eröffnete die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) unter der internationalen Marke Bremeninvest ihr erstes Büro im Ausland. In Schanghai, China, rühren die Angestellten kräftig die Werbetrommel für den Standort Bremen. Das zeigt Wirkung: In den vergangenen 13 Jahren siedelten sich mehr als 120 chinesische Unternehmen in Bremen an.

„Bremen ist in China als einer der größten Hafenstandorte bekannt“, sagt Matthias Hempen, der bei der WFB für Ansiedlungen aus China verantwortlich ist. Doch das ist nur einer der Gründe, warum sich die Konzerne in der Hansestadt niederlassen.

Langjähige Handelsbeziehungen zwischen China und Bremen

Sobald sich ein chinesisches Unternehmen entscheidet, in Europa zu investieren, beginnt die Suche nach dem geeigneten Standort. Deutschland liegt zentral und hat gute Anbindungen an die anderen EU-Staaten. Bremen kann auf eine lange Geschichte mit China zurückblicken. Bereits im 18. Jahrhundert begann über die Häfen der Handel zwischen der Hansestadt und der Volksrepublik. Heutzutage finden Waren zudem über den City-Airport und die direkte Bahn- und Autobahnverbindung ihren Weg von und nach Bremen.

„Es ist von Vorteil, dass es hier bereits viele chinesische Betriebe gibt“, erläutert Karin Noetzel, die bei der WFB ebenfalls für den Kontakt zu chinesischen Unternehmen zuständig ist. „Es gibt bei uns eine große chinesische Community. Sie vernetzt aber nicht nur die chinesischen Konzerne untereinander. Sie schafft auch Kontakte zu Bremer Firmen, insbesondere aus dem Außenhandel und der High-Tech-Industrie.“

„Unsere Zielgruppe ist der chinesische Mittelstand.“

(Matthias Hempen, Wirtschaftsförderung Bremen)

Viele der chinesischen Konzerne, die sich in Bremen ansiedeln, arbeiten im Bereich Im- und Export. Für sie ist eine ausgebaute Infrastruktur ebenso wichtig wie mit Logistikdienstleistern vor Ort arbeiten zu können.

„Unsere Zielgruppe ist der chinesische Mittelstand“, erzählt Hempen. Die Unternehmen müssen aber auch bestimmte Anforderungen erfüllen. Sie sollten eine gewisse Größe und Kapitalstärke haben, um die Geschäfte der ersten zwei Jahre abzusichern. Außerdem seien Management-Kompetenzen wichtig. Das heißt, die Unternehmen sollten sowohl Wert auf Sprachkenntnisse als auch auf die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern legen.


Gestapelte Container im GVZ Bremen
Container im GVZ Bremen © WFB / Jens Lehmkühler


„Die Betriebe müssen international aufgestellt sein“, ergänzt Wang Lu, die das Bremeninvest-Büro vor Ort in Schanghai leitet. „Dazu gehört, dass sie eine englische oder deutsche Website haben und die kulturellen Unterschiede beachten. Sie sollten zum Beispiel ihre Geschäftspartner nicht sofort duzen.“

3.500 Arbeitsplätze durch Ansiedlungen aus China

In den chinesischen Unternehmen in Bremen arbeiten circa 500 Menschen. Mehr als 3.500 Angestellte verdanken ihre Arbeitsplätze aber den Betrieben aus der Volksrepublik. Denn die Chinesen nutzen viele Dienstleistungen in Bremen. So profitieren beispielsweise neben den Logistikunternehmen auch Rechts- und Steuerberatungen, Marketingagenturen und Sprachschulen von den Ansiedlungen. Außerdem bereichern die Chinesen die Bremer Tourismus- und Immobilienwirtschaft. Sie buchen Hotelzimmer für anreisende Geschäftspartner und bringen ihre Familien und Freunde für ihre Urlaube in Apartments unter. Dabei bevorzugen sie Unterkünfte mit gehobenem Standard. Sie mieten und kaufen Geschäfts- und Wohnräume, wobei die chinesischen Unternehmer den Kauf der Immobilien bevorzugen.

Hempen zieht Bilanz: „Das Interesse von chinesischen Unternehmen an Bremen ist konstant hoch.“ Das Bremeninvest-Büro in Schanghai habe sich in den letzten 13 Jahren bewährt und solle auch zukünftig im Reich der Mitte auf das kleinste Bundesland Deutschlands aufmerksam machen.

Weitere Informationen zu Ansiedlungen aus China erhalten Sie bei Matthias Hempen, Tel. +49 (0)421 9600 127, matthias.hempen@wfb-bremen.de

Hier kommen Sie zur WFB-Seite über internationale Ansiedlungen.


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