+49 (0) 421 9600-10

Mit dem Bremer Schlüssel das Tor zu Europa öffnen


Bremen, das kleinste Bundesland Deutschlands, trägt den Schlüssel zu Recht im Stadtwappen: Die Bremischen Häfen gehören zu den vier größten Universalhäfen Europas. Sie dienen dem Zwei-Städte-Staat als Türöffner und sind internationaler Umschlagplatz. Das beweisen diese diese drei Top-Investitionen 2016.

Schiffsbug
Die bremischen Häfen gehören zu den vier größten Universalhäfen Europas © Frank Pusch


Ob für Container, Autos, Kohle oder Erz. Über Bremen finden Waren ihren Weg in die Welt und umgekehrt aus aller Welt nach Deutschland. Auch das bundesweit führende Güterverkehrszentrum (GVZ) hat hier seinen Sitz und sorgt für einen reibungslosen An- und Abtransport der Güter. Die hohe logistische Kompetenz des Bundeslandes diente auch 2016 als Schlüsselfunktion und Türöffner. Das bremische Erfolgsjahr 2016 steht im Zeichen von Automotive und Stahl und heißt aufstrebende, internationale Unternehmen willkommen. Für Sie haben wir drei der wichtigsten Ansiedlungen und Investitionen 2016 zusammengefasst:


Comeback: Borgward – eine Legende kehrt zurück

Der Automobilhersteller Borgward ist zurück in Bremen und schreibt die Geschichte des Traditionsunternehmens weiter. Von den 1920ern bis in die 1960er Jahre hinein produzierte der Konzern rund 1,2 Millionen Fahrzeuge in Bremen. Jetzt ist Borgward zurück und kündigte den Baubeginn der neuen Fertigung für Anfang 2017 an. Der Produktionsstart ist für das Folgejahr geplant.


Borgward Schlüsselübergabe
Schlüsseltausch als Auftakt für künftige Zusammenarbeit zwischen Borgward und Bremen © BORGWARD Group AG


Der neue Borgward

Borgward BX7 nennt sich das Premierenmodell mit vollelektrischem Antrieb. Eine Fertigung der Elektro- und Plug-In-Hybrid-Modelle der Baureihe BX5 ist ebenfalls beabsichtigt. Weitere Autotypen sollen folgen. Die Anfangsinvestitionen des Automobilherstellers belaufen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Geplant ist zunächst eine SKD-Fertigung von 10.000 Stück jährlich. SKD bedeutet Semi Knocked Down. Bei dieser Fertigung kommen teilmontierte Fahrzeuge und Module nach Deutschland. Die Endmontage findet hier statt.

Zwischen 50 und 100 Arbeitsplätze entstehen dafür. Sobald die Produktionszahlen steigen, werde sich die Zahl der Investitionen sowie der Arbeitsplätze erhöhen, so Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG: „Die Fertigung wird von Grund auf flexibel gestaltet und ist so ausgelegt, dass wir sowohl die Produktionszahlen wie die Anzahl der Modelle entsprechend dem Markteinritt in andere europäische Länder jederzeit dem Bedarf anpassen, also erhöhen können.“

Mit unserer Rückkehr nach Bremen schlagen wir die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

                                          Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG


Eine Ansiedlung mit Emotionen

Historisch gewachsen sind die Beziehungen zwischen dem Automobilkonzern und Bremen. Neben der emotionalen Verbundenheit zum Standort überzeugten Borgward die logistische Anbindung zum Überseehafen, kompetente Fachkräfte sowie der Zuliefererdienst.



Willkommen in Bremen: CMS Jant ve Makina Sanayi A.S.


Gruppenfoto: Fünf Männer schneiden Band durch
Willkommen in Bremen: Die Wirtschaftsförderung Bremen begleitete den türkischen Felgenhersteller bei seiner Ansiedlung in Deutschland © WFB/Jan Rathke


Bremen ist neben Borgward um ein weiteres internationales Unternehmen in der Automotive-Branche reicher. Der türkische Felgenhersteller CMS Jant ve Makina Sanayi A.S. hat in Bremen einen neuen Logistikstandort für sein Europageschäft eröffnet. Über neun Millionen Aluminiumfelgen produziert das in Izmir ansässige Unternehmen jährlich. Gut 1,5 Millionen davon gehen nach Deutschland. Mit dem neuen Kommissionslager im Güterverkehrszentrum festigt CMS die Logistik für sein Europa-Geschäft. Die Felgen gelangen per Containerschiff nach Bremen und finden von dort aus ihren Weg zu Automobilherstellern in ganz Deutschland. Daimler, Audi, BMW und Volkswagen gehören zu den Kunden.


Die Ansiedlung zeigt, dass das Land Bremen mit seinen leistungsstarken Häfen auch im Ausland als Logistikstandort für Export nach Europa ein wichtiger Partner ist.

                                   Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen


Bleiben: ArcelorMittal

Der größte Stahlkonzern der Welt, ArcelorMittal, investiert einen mehrstelligen Millionenbetrag in sein Bremer Werk. Die ArcelorMittal Bremen GmbH sitzt im Norden von Bremen und beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit ist der Stahlkonzern einer der größten Arbeitgeber der Region. Mehr als 3,5 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt die Bremer Niederlassung jährlich in seinen zwei Hochöfen. Mit einem Betrag von rund 40 Millionen Euro sichert ArcelorMittal seinen Standort in Bremen. Durch die Summe wird einer der beiden Hochöfen saniert.



2016 konnte die WFB 99 Direktinvestitionen im Zwei-Städte-Staat verzeichnen. Sie möchten mehr über weitere große Investoren in Bremen erfahren? Hier finden Sie eine Übersicht über die ausländischen Direktinvestitionen in Bremen 2016.


Die Wirtschaftsförderung Bremen betreibt Bremeninvest Büros in ihren Schwerpunktländern China, Türkei und USA. Die Kolleginnen und Kollegen beraten Sie vor Ort in allen ansiedlungsrelevanten Belangen und unterstützen Sie bei Kooperationen mit Bremer Unternehmen.

Mehr Informationen zum Thema „Bremen international“ finden Sie hier.

Wenn Sie sich für eine Ansiedlung aus dem Ausland interessieren, kontaktieren Sie Andreas Gerber, andreas.gerber@wfb-bremen.de, Tel.: +49 421 9600 123.



Weitere Artikel


Auf einen Blick: Direktinvestitionen in Bremen 2016
Internationales
28. Januar 2017

Auf einen Blick: Direktinvestitionen in Bremen 2016

229 Millionen Euro haben Unternehmen 2016 in das Bundesland Bremen investiert. Woher kommen die Investoren, wie viele Arbeitsplätze haben sie geschaffen und in welchen Tätigkeitsfeldern sind sie aktiv? Mit unserer Infografik bekommen Sie den Überblick.

Mehr lesen...
Bremens Städtepartnerschaften: von Hafenstadt zu Hafenstadt
Internationales
17. November 2016

Bremens Städtepartnerschaften: von Hafenstadt zu Hafenstadt

Seit 1985 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Dalian im Nordosten Chinas und Bremen. Über Ähnlichkeiten, Annäherungen und Verbindungen zweier Hafenstädte.

Mehr lesen...
Displays aus Taiwan über Bremen nach ganz Europa
Internationales
27. Oktober 2016

Displays aus Taiwan über Bremen nach ganz Europa

Wetterfeste Displays für Verkehrsbetriebe und Bildschirme ohne Spiegeleffekte bei hellem Sonnenlicht: Vor fast 25 Jahren hat Thomas Lie die AlfaNet Computer und Electronic Handels GmbH in Bremen gegründet und führt heute das europäische Servicecenter des taiwanesischen Display-Herstellers Litemax.

Mehr lesen...