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Warum die Hansestadt für Unternehmer David Zhou der optimale Standort ist, sein Europageschäft aufzubauen


Geschäftsführer David Zhou
David Zhou hat mit Barite International erfolgreich den Sprung von China nach Bremen gemeistert © WFB / Frank Pusch

Mit LED den Markt und auch gleich noch einen neuen Kontinent erobern – mit diesem Ziel kam David Zhou vor drei Jahren nach Bremen. Im World Trade Center am Airport startete er sein Business rund um LED Beleuchtung und Elektronik und baute in den vergangenen Jahren sukzessive seine Barite International GmbH auf und aus. In diesem Jahr bezog die Firma, die in China eine eigene Produktion betreibt, neue Räumlichkeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs, wo Kunden in einem Showroom die Produkte in den Händen halten können. Immer an der Seite des Unternehmers: Der Ansiedlungsservice der WFB, der hilft in Deutschland Fuß zu fassen und Ansprechpartner bei allen Fragen zum Aufbau eines Geschäftes in Bremen ist.

Dass der Besuch einer Messe das ganze Leben umkrempeln kann, das weiß Wei Zhou nur zu gut. Der Unternehmer, der sich in Deutschland David mit Vornamen nennt, gründete seine Firma bereits vor elf Jahren in Südchina. Auf besagter Messe in Shanghai lernte der 37-Jährige über Bremeninvest die WFB Wirtschaftsförderung Bremen und die Möglichkeiten, im fernen Deutschland zu expandieren, kennen. Die kurzen Wege in der Stadt, der zentral gelegene Flughafen, die große chinesische Community vor Ort, die gesamte Infrastruktur und nicht zuletzt die direkte Ansprache und Hilfestellung, überzeugten ihn kurzerhand vom neuen Standort Bremen. Gespielt hatte Zhou bereits länger mit dem Gedanken, den Sprung nach Europa zu wagen. Mit dem Messebesuch wurde dann der Stein ins Rollen gebracht, die Pläne konkret und die Chance zur Erweiterung genutzt.

Geschäftsführerin Lica Zhou
Sie macht das Unternehmerpaar komplett: Lica Zhou © WFB / Frank Pusch


Eine gute Entscheidung, wie David und seine Frau Xiumei „Lica“ Zhou rückblickend sagen. Die Familie – die Tochter hat gerade den Sprung ans Gymnasium geschafft – fühlt sich in der Wahlheimat wohl, beide arbeiten im eigenen Unternehmen. Und mittlerweile sind auch die deutsche Bürokratie und die Sprache keine unüberwindbaren Hürden mehr. Und wo es das beste Essen gibt, das an die Heimat erinnert, das haben die Zhous schnell rausbekommen.

„In Deutschland braucht man einen langen Atem, bis Geschäfte zustande kommen.“

– David Zhou, Geschäftsführer Barite International GmbH

Vorteil LED

Mit Fleiß und Ausdauer haben die Zhous ihre Barite International GmbH in Deutschland aufgebaut. Gut 250 LED-Produkte hat das Unternehmen derzeit im Angebot. „Der Markt ist sehr stabil und wir setzen auf langfristige Kooperationen“, sagen Lica und David Zhou. Allerdings: „In Deutschland braucht man einen langen Atem, bis Geschäfte zustande kommen.“ Das hat die Chinesen zunächst überrascht. In der Heimat laufe die Geschäftsanbahnung anders, Kooperationen entstünden viel schneller. „In Deutschland werden erst die Geschäftspartner und möglichst auch Musterprodukte getestet und dann kommt das Geschäft zustande.“ Das eigene Angebot, aber auch der Wandel hin zu LED-Leuchtmitteln und erhöhter Energieeffizienz, spielt ihnen jedoch erfolgreich in die Hand. LEDs versprechen eine Lebensdauer von mindestens 30.000 Stunden, Halogen nur die Hälfte – und immer mehr Betriebe rüsten um.

LED-Lampen von Barite International
Im Showroom von Barite International können die verschiedenen LED-Produkte getestet werden © WFB / Frank Pusch


Mit Qualität überzeugen

In der chinesischen Heimat lässt der Unternehmer die Lampen, Leuchten, Strahler sowie das passende Zubehör produzieren und entwickelt darüber hinaus eigene Designideen. Auch Sonderanfertigungen und Exklusivvereinbarungen realisiert Barite. Das mittlerweile vierköpfige Team betreut von Bremen aus den Großhandel, Elektroinstallateure und die Endkunden. Der Fokus liegt derzeit auf Deutschland; auf Elektrofachmessen wirbt die Firma zudem für sich. Denn: „Es gibt leider immer noch Vorbehalte gegen chinesische Produkte. Wir können mit unserem Showroom zeigen, dass unsere Waren alles andere als billig produziert sind, aber dennoch im Kostenwettbewerb gut mithalten können“, betont der Unternehmer. Sein Vertriebsleiter Sebastian Volkmer, der bereits früh mit in den Aufbau des Unternehmens eingestiegen ist, ergänzt: „Durch die eigene Produktion können wir kostengünstig und zugleich qualitativ hochwertig arbeiten.“


Ansprechpartner für chinesische Unternehmen in Bremen sind Matthias Hempen, Tel.: 0421 9600 127, matthias.hempen@wfb-bremen.de, und Karin Noetzel, Tel.: 0421 9600 122, karin.noetzel@wfb-bremen.de.

Mehr Informationen zum Thema „Bremen international“ finden Sie hier.

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