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Erfolgreich Kredite für die Unternehmensgründung oder Folgefinanzierung beantragen

Beratungsgespräch
Für viele Gründende die erste Hürde zum eigenen Unternehmen: Das Bankgespräch © WFB/Jens Lehmkühler


Die erste Foto-Ausrüstung, Büroräume oder der Arbeitsrechner samt Softwarelizenzen: Auch wenn Kreativschaffende häufig nur geringe Investitionen bei ihrer Unternehmensgründung haben, benötigen sie zu Beginn Geld. Denn ein kleines finanzielles Polster hilft ungemein. Dann ist der Kopf auch frei für die eigentliche Aufgabe: den Start in das eigene Unternehmen.

Kredite, ob von der eigenen Bank oder aus einem Förderprogramm, sind für fast alle Gründende Teil ihres Starts in die eigene Existenz. Damit der Antrag vom Bankberater oder der Beraterin positiv beschieden wird, hilft es, schon im Gespräch zu überzeugen. Denn für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

Wie in einem Bewerbungsgespräch geht es darum, den Berater davon zu überzeugen, dass seine Entscheidung eine gute Wahl ist. Denn auch die Bank hat ein Interesse an einer Investition. Eine Investition in ein gewinnerzielendes Unternehmen.

Tipp #1: Sei authentisch, offen und ehrlich

Lügen haben kurze Beine – und wer kurze Beine hat, dem geht schnell die Luft aus, dem fehlt der lange Atem, den eine Existenzgründung braucht. Darum: Sei offen und ehrlich! Wenn der Bankberater erkennt, dass du für deine Idee brennst, dass Begeisterung für die Sache dich antreibt, ist das der beste Beweis für dein Engagement.

Es gibt Risiken oder du beginnst im Gespräch zu schwimmen? Stehe zu deinen Lücken! Du bist Experte für deine Idee, nicht für erfolgreiche Unternehmensgründungen – denn das willst du ja gerade erst lernen. Merkt dein Gegenüber, dass du auch Schwächen offen zugeben kannst, könnt ihr gemeinsam darüber diskutieren und vielleicht einen Ausweg finden.

Tipp #2: Hab deinen Businessplan parat

Ja, ein Businessplan ist noch aktuell. Nicht jeder braucht einen, um ein erfolgreiches Unternehmen zu starten – und es gibt auch andere Wege, sein Geschäftsleben zu planen. Für das Bankgespräch ist der Businessplan eine Voraussetzung. Über den Kredit entscheidet nicht nur der Finanzberater im Bankgespräch, sondern noch weitere Prüfer. Ein gut geschriebener Businessplan ist ein handfestes Argument, das für sich spricht und bei der Entscheidung hilft.

Auch dir nützt der Plan: Er hilft dir, über deine Geschäftsidee intensiv nachzudenken und keine Aspekte zu vergessen. Durch das Schreiben ordnest du deine Gedanken, erkennst Zusammenhänge oder Lücken, die dir vorher gar nicht aufgefallen wären. Er ist das Rezept deines Unternehmens – alle wichtigen Zutaten sind enthalten. Es gibt vielfältige Hilfen, einen Businessplan zu schreiben, zum Beispiel bei der Beratungsstelle von B.E.G.IN (mehr dazu weiter unten).

Tipp #3: Schick den Plan deinem Berater zu

Schicke deinem Berater den Plan im Vorfeld des Gesprächs zu, so kann er sich vorbereiten und hat die passenden Nachfragen parat. Denn du weißt nicht, ob er sich noch im Nachhinein die Mühe machen möchte, bei Fragen nachzuhaken. Vorbereitung ist die halbe Miete.

Businessplan schreiben
Gute Vorbereitung ist die halbe Miete: Ein guter Businessplan hilft bei der Planung © WFB


Tipp #4: Wisse, was im Plan steht

Auch wenn es sich trivial anhört: Nur ein selbst geschriebener Business-Plan bringt dich auch wirklich weiter. Ein Businessplan muss nicht hochgestochen klingen oder kompliziert formuliert sein, um zu überzeugen. Wer seinen Businessplan von jemand anderem schreiben lässt und dann im Bankgespräch anders wirkt als auf dem Papier, wird selten ernst genommen. Natürlich schadet es nicht, Hilfe zu holen, aber der erste Entwurf muss von dir selbst kommen.

Tipp #5: Sei ganz du selbst

Das neue Unternehmen besteht bisher größtenteils aus Papier – dem Businessplan, der dem Berater vorliegt. Und aus dem Wissen, den Ideen und den Kontakten, die du mitbringst. Was den Bankberater überzeugen kann, bist damit nur du selbst. Denn du trägst das Unternehmen.

Deshalb bringt es nichts, wenn du dich verstellst - das merkt man dir an. Bis du eher introvertiert, kannst du nicht den großen Verkäufer mimen, sondern viel eher mit deiner Sachlichkeit und den Fakten überzeugen. Deshalb: Sei du selbst, verhalte dich so, wie du mit deinen Kunden, Freunden und Partnern sprichst.

Tipp #6: Sieh auch so aus

Du trägst nicht gerne einen Anzug, siehst darin aus wie ein Storch in Latzhosen? Dann lass das Ding im Schrank! Wer überzeugen will, muss sich wohl fühlen. Natürlich: Nach einer Kissenschlacht mit Großmutters Daunen auszusehen hilft auch nur bedingt weiter. Aber wer sich ordentlich kleidet und sich dabei wohl fühlt, macht ganz bestimmt nichts falsch.

Einsam auf weiter Flur
Komme ins Bankgespräch allein - denn du bist der Kapitän deines Schiffs © WFB/tlc communications GmbH & Co. KG


Tipp #7: Komm allein, denn weniger ist manchmal mehr

Deine Freundin kann deine Idee viel besser verkaufen, ist eine extrovertierte Frohnatur mit viel Überzeugungskraft? Es ist dennoch keine gute Idee, sie ins erste Bankgespräch mitzunehmen. Denn der Finanzberater möchte dir den Kredit einräumen, nicht ihr. Du trägst das neue Unternehmen, hast die volle Verantwortung, bist der Kapitän im Boot. Es macht keinen guten Eindruck, schon gleich zu Beginn jemand anderen ans Steuer zu lassen.

Tipp #8: Mach rechtzeitig einen Termin

Du hast schon kommende Woche ein Projekt am Start und brauchst jetzt schnell den Kredit für die Ausrüstung? Das wird schwer. Schon in #2 hast du gelernt, mit genügend Vorbereitung ins Gespräch zu gehen, und das braucht Zeit. Setze den Termin 4-8 Wochen in die Zukunft. Dann hast du nicht nur genügend Zeit, deinen Plan auszuarbeiten, sondern kannst deine Idee und Erzeugnisse auch noch mit anderen durchgehen. Denn ein zweiter Blick ist immer hilfreich.

Tipp #9: Führ eine Generalprobe durch

Worauf es wirklich ankommt in deinem Bankgespräch, das weiß am besten ein Banker. Wäre es nicht praktisch, schon im Vorfeld mit einem sprechen zu können? Das B.E.G.IN-Gründungsnetzwerk macht das in Bremen möglich! Mit der „Generalprobe fürs Bankgespräch“ bietet es in regelmäßigen Abständen Gründenden die Chance, eine kostenfreie Probe durchzuführen. Dabei sind ein Berater der B.E.G.IN-Gründungleitstelle und ein Berater der der Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB). Beide wissen genau, worauf es ankommt. Sie schauen, ob dein Konzept vollständig ist, erklären, welche Hürden es gibt, und wie du sie am besten überwinden kannst. Besser kann die Vorbereitung nicht sein!

Natürlich gelten diese Tipps nicht nur für Gründer. Auch bei einer Folgefinanzierung – etwa für neue Hardware oder eine Geschäftserweiterung – helfen die Experten von B.E.G.IN mit der Vorbereitung aufs Gespräch.

Die Termine der Generalproben sind auf der Webseite von B.E.G.IN. zu finden: www.begin24.de/Veranstaltungen


Über B.E.G.IN

Die BremerExistenzGründungsInitiative ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Bremer Institutionen wie der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, der Förderbank für Bremen und Bremerhaven BAB, den Industrie- und Handelskammern, der Agentur für Arbeit, dem RKW und viele mehr. Getragen vom RKW Bremen, ist die zentrale Anlaufstelle die B.E.G.IN-Gründungsleitstelle mit ihren fünf Büros in Bremen und Bremerhaven.

Ziel ist es, in einer Initiative Beratungsangebote für Existenzgründende zu sammeln und zu koordinieren. B.E.G.IN bietet eine Vielzahl von Beratungsangeboten, Coachings und Seminaren, in denen jeder eingeladen ist, sich über Unternehmensgründungen zu informieren. Dabei ist die Branche egal: Die Experten der Leitstelle führen im Jahr über 1.400 Beratungsgespräche in jedem Wirtschaftsbereich durch.


SAVE THE DATE:

Am 27. Oktober findet der B.E.G.IN-Gründungstag im Bremer Musical Theater statt. Hier präsentieren sich in Form einer Messe Unternehmen, Initiativen und Dienstleister, die rund um die Existenzgründung informieren oder Dienste anbieten – wie etwa Buchhaltung, Werbung, Software, Versicherungen.


Weitere Informationen zu Förderprogrammen der Kreativwirtschaft und zu Unternehmensgründungen von Kreativen gibt es bei Kai Stührenberg, Tel.: 0421 9600 325, kai.stuehrenberg@wfb-bremen.de

Was Kreative in Bremen sonst noch so machen, erfahren Sie auf der Übersichtsseite Kreativwirtschaft.



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