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Bremer Softwareanbieter Ortec gilt als zuverlässiger Partner für die Optimierung logistischer Abläufe


Der Bremer Softwarehersteller Ortec verkauft nicht nur Systemlösungen, sondern bietet Mehrwerte zur Effizienzsteigerung. Mit Hilfe der hauseigenen Planungs- und Optimierungssoftware liefern die IT-Experten für Industrie- und Lebensmittelkonzerne optimale Transport- und Tourenplanungen. Zu ihren Kunden gehört seit einigen Jahren u.a. der Getränkehersteller Coca-Cola. Ortec in Bremen ist weltweit strategischer Partner Coca-Colas, der dabei hilft, ihre Strategie 2020 durch intelligente Logistik zu erreichen.


Kran und Molenturm bei Dämmerung
Der in der Bremer Überseestadt ansässige Softwareanbieter Ortec gilt als zuverlässiger Partner für die Optimierung logistischer Abläufe. © WFB/Frank Pusch


Als Verbraucher erwarten wir tagtäglich, dass Produkte und Dienstleistungen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort sowie in korrekter Menge und Qualität geliefert werden. Ob zu Hause, im Büro, im Restaurant oder an öffentlichen Plätzen. Firmen wie der Getränkeriese Coca-Cola sind jedoch nicht nur bei der 24 /7-Verfügbarkeit gefordert. Im Rahmen der Herstellung und Verteilung ihrer Ware müssen Nachhaltigkeitskriterien und Ressourcenschonung regelmäßig unter die Lupe genommen werden. Gleichzeitig verlangt die globale Transportkette solchen Unternehmen eine besonders hohe Effizienz ab.

„We go everywhere“ – IT-Spezialist Ortec ist für Coca Cola weltweit seit fast zehn Jahren im Einsatz

Bereits seit 15 Jahren betreut Ortec einzelne Projekte für Coca-Cola und hat sich mittlerweile zum langfristigen Kooperationspartner etabliert. „Der globale Vertrag zwischen uns besteht seit 2007“, berichtet Stefan Huntemann, Managing Partner der Ortec GmbH in Bremen und Coca-Cola Global Account Director. Mit seiner Hilfe liefert die US-Company getreu ihres Mottos „we go everywhere” Getränke jeden Tag rund um die Welt pünktlich aus. Das gelingt laut Huntemann mit Hilfe eines globalen Logistiknetzwerks und eines intelligenten Planungssystems.

Logistik vom Feinsten: Von Bremen in die globalisierte Welt

Im virtuellen Round-Table-Meeting mit Coca Cola Managern wird die nachhaltige Strategie für das Folgejahr besprochen. In der „Customer Focal Unit“ am Bremer Standort kümmert sich Ortec permanent um die definierten Ziele zur Logistikoptimierung des Weltkonzerns. „Wir befassen uns täglich damit, künftige Wünsche und Ziele unseres Kunden zu erfassen und bereits jetzt darauf hinzuentwickeln”, erklärt Stefan Huntemann. Einmal im Jahr gebe es daher auch eine Round-Table-Konferenz mit Coke-Mitarbeitern aus aller Welt. Diese berichten von ihren Plänen und Ideen, auf deren Basis gemeinsam mit den Softwarespezialisten an der Weser neue Ziele definiert werden. Dabei gehe es unter anderem darum, Logistikprozesse unter sehr unterschiedlichen Bedingungen gleichermaßen zu optimieren – in hochentwickelten Metropolen ebenso wie in Schwellenländern mit kaum vorhandener Infrastruktur.

Ortec bringt Einsparpotenziale von 45 Mio. US-Dollar

„So konnte der Getränkehersteller in Nordamerika, wo etwa 20 Prozent der Produkte verkauft werden, kurz nach Implementierung unseres Planungssystems 45 Millionen US-Dollar einsparen“, sagt Huntemann. Wie das realisiert wurde, erklärte der Wirtschaftsingenieur erst jüngst im Rahmen eines Fachmeetings vor Ort in Atlanta. „Auf den Straßen Nordamerikas allein sind gut 10 000 Coca-Cola LKW unterwegs. Bisher haben die Mitarbeiter dort alle Aktivitäten nur auf Basis ihrer Erfahrungen geplant“, erläutert Huntemann. Dabei seien zahlreiche komplexe Informationen zu berücksichtigen: das Gewicht der Ladung, die optimale Ladereihenfolge, das möglichst rasche Entladen sowie die sorgfältige Planung aller Touren. „Das alles kann unsere Planungssoftware sehr viel schneller und zehn bis fünfzehn Prozent effizienter.“

Wir befassen uns täglich damit, künftige Wünsche und Ziele unseres Kunden zu erfassen und bereits jetzt darauf hinzuentwickeln

                                         Stefan Huntemann, Managing Partner der Ortec GmbH in Bremen

Durch die vielen Kilometer, die Coca-Cola spart, seien allein die Benzinkosten deutlich verringert worden, bei gleichzeitig beträchtlich reduzierter Luftverschmutzung. Gerade bei internationalen Lebensmittelherstellern geht es im Rahmen der weltweiten Distribution oft darum, mehrere Produktions- und Versorgungsketten durchgängig zu optimieren. Um ein besseres Gespür für die Umsetzung der passgenauen Transportlogistik zu bekommen, begleiten Ortec-Fachleute manchmal sogar die Fahrer ihrer Kunden auf deren Reisen. „Wenn es nötig ist, um den Weg der Milch von der Weide bis hin zum Verbraucher besser zu verstehen, wird für uns auch das Umfeld einer Molkerei kurzfristig zum Arbeitsplatz“, berichtet Huntemann schmunzelnd. Die Milchlogistik fange zum Beispiel mit der Verteilung der Futtermittel an und ende mit dem Recycling der Verpackung.

Die Reise der Cola-Dose ist ein noch besseres Beispiel, um die Aufgabenvielfalt des Metiers der Firma Ortec bildhaft darzustellen: Sie führt Huntemann und sein Team vom Schreibtisch in Bremen aus fast um die ganze Welt: von Australien über die USA nach Europa und Asien. Down Under etwa, das Land der Aboriginis und Koalas, baut als Zentrum des weltweiten Rohstoffbooms Tag und Nacht Bauxit als Ausgangsmaterial von Aluminium an – und liefert damit das Basismaterial für die Produktion der Cola-Dose.

Optimierung der Transportmitteleinsätze

An welcher Stelle kommt das Unternehmen Ortec ins Spiel? Die Erklärung ist logisch: „In Australien ist alles groß: Die Anlagen für den Abbau der Rohstoffe, die Güterzüge für den Transport der Materialien zu den weiterverarbeitenden Fabriken sowie die Tanker, die die halbfertigen Produkte an Kunden weltweit verschiffen“, erklärt Huntemann, „je größer die Transportmittel, desto höher die Kosten, insbesondere dann, wenn diese nicht optimal eingesetzt werden. Wir unterstützen Unternehmen dabei, die Einsatzplanung ihrer personellen und technischen Ressourcen zu optimieren.“


Gruppenfoto
Sämtliche Ortec-Aktivitäten für Coca-Cola werden seit 2015 vom deutschen Standort in Bremen aus gesteuert. Dort ist die „Customer Focal Unit” untergebracht, die sich permanent mit den Belangen des Weltkonzerns auseinandersetzt. © WFB/Frank Pusch


All over the world – Ortec sorgt immer für Effizienz

Software-Unterstützung sorgt unter anderem für deutliche Optimierungen in der Lieferkette. Allein 28 Tochterunternehmen mit 366 Lagerzentren nutzen das Software-Paket der Bremer. Zu den Coca-Cola-Partnern, die mit der Bremer Software arbeiten, gehört auch Coca-Cola Hellenic mit Hauptsitz in Athen. Hellenic ist eine der größten Getränkeabfüllunternehmen für nicht-alkoholische Getränke in Europa. 28 Tochtergesellschaften mit 366 Lager- und Verteilzentren sowie 18 000 Fahrzeugen nutzen die Softwarelösungen, made in Bremen, zur Optimierung der Lieferkette. Ortec hilft mit seinem Fachwissen dabei, die gesamte LKW-Flotte zu koordinieren, welche die Erfrischungsgetränke dann zu den jeweiligen Kunden in besagte 28 Länder transportieren.

„Angesichts steigender Kraftstoffpreise wird mit Hilfe unserer Software eine erhebliche Verbesserung der Investitionsrentabilität erreicht“, erläutert Stefan Huntemann. Atanas Atanosov, Shared Services bei CCH, begründet seine Entscheidung für die Bremer Softwareanbieter so: „Da Ortec-Lösungen sowohl als Windows-Applikation als auch direkt in SAP integriert zur Verfügung stehen, ist es für uns möglich, dieselben Funktionalitäten einheitlich in allen Ländern zu implementieren.“

Auch in den Bereich E-Commerce, der Cola-Bestellung via Internet, ist Ortec involviert: Die Supermarktkette AB Vasilopoulos aus Athen beispielsweise nutzt die Bremer Softwarelösung zur vollautomatischen Auftragsplanung: vom Verteilzentrum bis zu den Abholmärkten. So ist die Belieferung am Tag der Bestellung möglich. Das erleichtert nicht zuletzt das Leben der Millionen (Online-)Endkunden von Coca-Cola.

Bremer Logistik-Software weltweit gefragt

Ortec ist einer der führenden Anbieter für intelligente Planungs- und Optimierungssoftware und der dazugehörigen Beratungsleistungen. Ortec-Anwendungen unterstützen weltweit mehr als 1 800 Kunden. Der Mittelständler beschäftigt rund 750 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern, 80 davon sind seit Anfang 2015 in der neuen Ortec Deutschland-Zentrale in Bremen tätig.

Logistik-Café als Plattform

Der Bremer Softwarehersteller Ortec hat gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Mai 2016 erstmals zum Logistik-Café in seine Bremer Zentrale eingeladen. „Wir wollen insbesondere für Unternehmen aus Bremen und Umland eine Plattform bieten, um operative Logistikthemen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und natürlich unsere Lösungen und Projekte vorzustellen“, erläutert Ortec-Geschäftsführer Stefan Huntemann die Ziele der neuen Veranstaltungsreihe. Hierbei sollen anhand von Praxisbeispielen unterschiedliche Herausforderungen aus dem Bereich der Logistik herausgegriffen, erklärt und erfolgreich umgesetzte Lösungen vorgestellt werden.

Bei der Auftaktveranstaltung standen die Themen Kontraktlogistik und LEH-Belieferung im Vordergrund. Dabei gingen die Vortragenden auf die unterschiedlichen Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten bezüglich Kommissionierung, Laderaum, Transport, Tour und Disposition ein. Am Beispiel eines Logistikdienstleisters standen die Ortec-Lösungen Load Building sowie Routing and Dispatch im Fokus.

Weitere Logistik-Cafés sind geplant. Ergänzend bietet der Softwareanbieter eine Webinar-Reihe an, die die Themen aus den Cafés vertiefen soll. Dabei sollen sich die Web-Seminare auch an Interessierte richten, die an den jeweiligen Terminen nicht vor Ort sein können.



Weitere Informationen und Artikel zum Thema Logistik erhalten Sie in unserer Rubrik Maritime Wirtschaft/Logistik und bei Jörg Kautzner, Clustermanager Automotive und Logistik, Tel.: 0421 9600 324, joerg.kautzner@wfb-bremen.de


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