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Spülbagger legt derzeit das Fundament für die Gewerbepark-Erweiterung

Der Bremer Gewerbepark Hansalinie ist seit langem erfolgreich etabliert. Seine Lage in unmittelbarer Nähe zum Mercedes-Benz-Werk macht ihn besonders für Zulieferer und Dienstleister der Automobilbranche interessant. Derzeit wird die Fläche erweitert – über 150 Hektar stehen Firmen damit künftig zur Verfügung – insgesamt eine Größe von über 210 Fußballfeldern.

Luftaufnahme Gewerbepark Hansalinie
Luftaufnahme vom Bremer Gewerbepark Hansalinie © WFB/terra-air-services

Ein Spülbagger legt das Fundament für weiteres Wachstum

Eine rege Bautätigkeit kündigt derzeit die Erweiterung des Gewerbegebietes an: Der weiche Marschboden muss vor dem Bau der geplanten Gebäude zunächst mit Sand aufgeschüttet werden, um eine wirksame Drainage zu gewährleisten. Zunächst waren Bagger und Lkws für den Transport des Oberbodens im Einsatz. Nun entnimmt ein Spülbagger Sand aus einem wachsenden Entnahmesee. Der Bagger pumpt das Wasser-Sand-Gemisch direkt auf die Flächen, die bebaut werden sollen. Das Bremer Unternehmen HBI Hiller und Begemann Ingenieure leitet den Ausbau. Der neu entstehende See wird eine Größe von 15 Hektar und eine Länge von 600 und Metern bei einer Breite von 150 bis 250 Metern haben. Durch die Aushebung des Sees werden insgesamt circa 800.000 m³ Sand zur Aufhöhung der Gewerbefläche gewonnen. Der jetzt für den ersten Abschnitt eingesetzte Spülbagger wird täglich bis zu 3.000 m³ Sand fördern und auf die Fläche aufspülen.

Nach der Entnahme wird der See mit unterschiedlich tiefen Uferzonen angelegt, um eine naturnahe Begrünung und ein Habitat für Wasservögel anzulegen – ein schöner Nebeneffekt der Bautätigkeit und eine Bereicherung für den Gewerbepark. Zum Baden und für den Wassersport wird der See allerdings nicht freigegeben werden.

Bremen ist ein Automotive-Kompetenzzentrum

Speziell Unternehmen der Automotive-Branche haben sich wegen der Nähe zum Mercedes-Benz-Werk im Gewerbegebiet Hansalinie angesiedelt: Automobilzulieferer, Logistiker, Dienstleistungsunternehmen, Handwerkbetriebe und Fachgroßhandel. „Der Automobilkonzern Daimler ist einer der zentralen Treiber für die Nachfrage“, weiß Jutta Zernikow, Projektleiterin bei der WFB. Bremen hat sich in den letzten Jahren zu einem Kompetenzzentrum der Automotive-Industrie entwickelt. Die besondere Kombination aus Produktion, Logistik, Umschlag sowie Forschung und Entwicklung machen es zu einem gefragten Standort. Zernikow ergänzt: „Tatsächlich haben wir aber einen guten Branchenmix, der langfristig zum Erfolg des Standortes beitragen wird.“

Lkw vor Autobahnschild zur Abfahrt Hansalinie
Mit eigenem Autobahnanschluss: Hansalinie Bremen © Jens Lehmkühler | WFB

Die Vorteile des Gewerbeparks Hansalinie

Unternehmen schätzen am Gewerbegebiet Hansalinie die unmittelbare Anbindung an die A 1 und das Bremer Kreuz. Da die Belieferung an das Mercedes-Benz-Werk zum Produktionsprozess der Fahrzeuge passen soll (just-in-sequence, just-in-time), ist der kurze Weg von Vorteil, aber auch der Umstand, dass die Hansalinie eine eigene Autobahnauffahrt hat und es so in der Regel nicht zu Staus kommt. Zwischen dem Eingang der Order und der Lieferung ans Werk vergehen nur wenige Stunden: Just in Sequence. Zulieferer, die mittlerweile einen sehr hohen Grad an Fertigungstiefe und Wertschöpfung aufweisen und auch einen großen Teil der Logistik im Produktionsprozess übernehmen, profitieren von der Infrastruktur des Gewerbeparks Hansalinie. Auch die funktionierende Infrastruktur mit Hotellerie und Gastronomie sowie einem Autohof mit Lkw-Waschanlage ist ein Pluspunkt für Firmen. Die Anbindung der Verkehrswege ist denkbar günstig: Das Bremer Kreuz , der City Airport Bremen und der Bremer Hauptbahnhof liegen in direkter Nähe.

Sehr gute Vermarktungssituation: Flächen reserviert

Schon heute arbeiten im Gewerbegebiet Hansalinie mehr als 3.600 Personen in über 80 Betrieben. In den Baustufen 0 und 1 wurden insgesamt 95 Hektar erschlossen, von denen 89 Hektar vermarktet und 4 Hektar reserviert sind. Die Nachfrage insbesondere aus dem Bereich der Automobilzulieferer ist jedoch unvermindert hoch. Deshalb wurde 2013 damit begonnen, in einer zweiten Baustufe 55 Hektar für die Gewerbeansiedlung zu erschließen, um auch wieder Grundstücke mit einer Größe von über einem Hektar anbieten zu können. Perspektivisch werden in den Baustufen (0–5) insgesamt rund 277 Hektar Nettogewerbefläche erschlossen, was auch Erweiterungsgebiete in der Arberger und der Mahndorfer Marsch umfasst. Die Kosten für die Erschließung der Baustufe 2 werden zur Zeit auf etwa 53 Millionen Euro geschätzt – allein die Kosten für den Sandentnahmesee (inklusive Bodenaustausch) liegen bei circa 10 Millionen Euro.

Gebäude im Gewerbepark Hansalinie
Der Gewerbepark Hansalinie wird wegen großer Nachfrage erweitert © Jens Lehmkühler | WFB

Vierspurige Straße unter der Bahnstrecke

Aktuell wird mit Hochdruck die Fertigstellung des 150 m langen Straßentrogs unter der Eisenbahnüberführung vorangetrieben, die für Frühjahr 2017 avisiert ist. Anfang 2017 wird die Erschließung mit dem Kanal- und Straßenbau weitergeführt. Die weitere Erschließung der Baustufen 3 bis 5 – zusammen rund 128 Hektar Nettogewerbefläche – erfolgt nachfragegerecht. Unternehmen können dann in noch größerem Umfang auf das Zusammenspiel von Produktion, Logistik und Forschung profitieren.

Karte Gewerbepark Hansalinie mit Erweiterungen
Der Gewerbepark Hansalinie in seinen Bauabschnitten © WFB


Mehr Info zum Gewerbepark Hansalinie erhalten Sie bei Jutta Zernikow, Unternehmensservice und Vertrieb. Projektleiterin Region Bremen Ost. T +49 (0) 421 9600-249. jutta.zernikow@wfb-bremen.de

Informationen zum Ansiedlungsservice der WFB finden Sie hier.

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