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Luftaufnahme Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ)
Rund 150 Unternehmen mit circa 8.000 Fachkräften sind im Bremer Güterverkehrszentrum ansässig. © WFB / Wolfgang Kundel

Seit 30 Jahren ist das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) ein Garant für Spitzenleistungen – als Investitionsstandort ebenso wie auf dem Logistiksektor. Als Pionier der GVZ-Entwicklung startete es Mitte der 1980er Jahre als bundesweit erstes GVZ. Heute sind hier mehr als 150 Unternehmen mit etwa 8.000 Beschäftigten ansässig. Dabei umfasst das Areal eine Fläche von rund 500 Hektar und punktet mit seiner Trimodalität plus: Der Logistikstandort ist verkehrstechnisch optimal angebunden an Straße, Schiene sowie Wasser und ergänzt die infrastrukturelle Angebotspalette durch den nahe gelegenen City Airport Bremen um Luftfracht. Das Bremer GVZ verfügt darüber hinaus über das einzige rein privatwirtschaftlich organisierte Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr Straße-Schiene (KLV-Terminal).

Verladung im Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ)
Von der Straße auf die Schiene – der Terminal für den kombinierten Straßen-Schiene-Verkehr (KLV-Terminal). © WFB / Jens Lehmkühler

Seit Jahren platziert sich das GVZ Bremen in verschiedenen Rankings hervorragend. Die Deutsche GVZ-Gesellschaft (DGG) untersuchte 2012 die 20 Top-Güterverkehrszentren in Deutschland und bestätigte den Bremern ihren Spitzenplatz. Dies sehen der Münchner Logistikimmobilien-Spezialist Logivest und die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS Nürnberg ebenso: In ihrer Studie „LoGe 2015: Die erfolgreichsten Logistik-Gewerbegebiete Deutschlands“ belegt das Bremer Zentrum ebenfalls den ersten Platz. Und auch europaweit ist das GVZ an der Weser führend. Lediglich das „Interporto Verona“ schnitt in einer im November 2015 veröffentlichten Vergleichsstudie der DGG besser ab.

Optimale geografische Lage mit attraktiver Anbindung

Fundamentale Stärke des Güterverkehrszentrums Bremen ist seine geografische Lage: Im Zentrum der Nordrange mit direkter Anbindung an die Seehäfen in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Diese Lage ist gerade in Bezug auf den Hafenhinterlandverkehr strategisch wertvoll. Die Bundesautobahn 281 optimiert den Standort weiter. Sie verknüpft beispielsweise Bremen über die B6 und die A28/A29 direkt mit dem JadeWeserPort und ab 2021 die A1 und A27 miteinander und sorgt für einen noch besseren Verkehrsfluss. Die direkte Anbindung an die A27 bringt unter anderem durch eine Zeit- und Kostenersparnis Vorteile, beispielsweise für den Containerverkehr nach Bremerhaven. Die Arbeiten für den Bauabschnitt der neuen Autobahn beginnen aller Voraussicht nach Mitte/Ende 2016.

Entwicklungspotenzial für logistikaffine Unternehmen

Neben dem größten Hochregallager Europas sowie logistischen Global Playern wählen vor allem verkehrswirtschaftliche Betriebe, logistische Dienstleister, logistikintensive Industrie- und Handelsunternehmen sowie Service-Dienstleister das GVZ Bremen als Standort. Der Bestand an Logistikimmobilien im GVZ überstieg 2014 mit 1.308.100 Quadratmetern Hallenfläche erstmalig die 1,3 Millionen-Marke. 2015 stieg er laut Immobilienmarkt-Report der Wirtschaftsförderung auf 1.376.100 Quadratmeter.

Für Neuansiedlungen stehen im GVZ erschlossene Grundstücke in unterschiedlichen Größen zur Verfügung – aktuell knapp 40 Hektar qualitativ hochwertige, baureif erschlossene Flächen zu moderaten Preisen.


Chancen für überbetriebliche Kooperationen

Das GVZ unterscheidet sich vom „normalen“ Gewerbegebiet. Hier nutzt man systematisch Chancen in einer überbetrieblichen Kooperation der ansässigen Unternehmen. Zum Beispiel für Synergien oder bei der Erwirtschaftung von Kostenvorteilen. Diese zentrale Aufgabe übernimmt die GVZ Entwicklungsgesellschaft (GVZe), die als Initiatorin sowie Moderatorin von Kooperationen auftritt.

Die Leistung der GVZe – bei der Zusammenarbeit im Ausbildungssegment über Verhandlungen mit Telekommunikationsanbietern – ist in dieser Ausprägung und Akzeptanz einmalig unter den deutschen Güterverkehrszentren.

Ein Blick in die Zukunft

Zu den Aufgaben des Bremer Güterverkehrszentrums soll in Zukunft ein neuer Schwerpunkt hinzukommen: Umschlag und Verteilung als Partner des Tiefwasserhafens JadeWeserPort in Wilhelmshaven. Im Kern der GVZ-Idee steht allerdings weiterhin die Umsetzung des kombinierten Verkehrs. Die Ausrichtung auf intermodale Einheiten stößt im Bremer KLV-Bahnhof des GVZ mit sechs ganzzuglangen Gleisen und einer Jahreskapazität von 230.000 Behältern auf ideale Voraussetzungen.  


Weitere Informationen zum Bremer GVZ gibt es bei F. W. Nennecke, Tel. 0421 9600 245, F.W.Nennecke [at] wfb-bremen.de, Ansprechpartner für das Thema Logistik ist Jörg Kautzner, Tel. 0421 9600 324, joerg.kautzner [at] wfb-bremen.de.

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