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8.3.2021 - Anna Kehl

Zum #InternationalWomensDay: Wie diese 9 Frauen Vielfalt in die Bremer Wirtschaft bringen

Erfolgsgeschichten

Erfolgreiche Frauen, die den unterschiedlichsten Berufen nachgehen

Die erste Frau an der Spitze der traditionsreichen Bremer Baumwollbörse, die ein markantes Treppenhaus mit repräsentativer Treppe besitzt.
Die erste Frau an der Spitze der traditionsreichen Bremer Baumwollbörse, die ein markantes Treppenhaus mit repräsentativer Treppe besitzt. © WFB/Sarbach

Zum 8. März jährt sich der Internationale Frauentag – und damit die Herausforderung, Verantwortung zu übernehmen, wachzurütteln und für Veränderung zu sorgen.

„Wir können uns alle dafür entscheiden, die Leistungen von Frauen ausfindig zu machen und zu feiern“, heißt es auf der Webseite zum International Women's Day. Deshalb zeigen wir heute neun Frauen aus Bremen, die erfolgreich den unterschiedlichsten Berufen nachgehen – und was sie für die Bremer Wirtschaft leisten.

1. Gyde Wortmann

Gyde Wortmann hört zu, respektiert und schenkt Vertrauen – das ist ihr Erfolgsrezept.
Gyde Wortmann hört zu, respektiert und schenkt Vertrauen – das ist ihr Erfolgsrezept. © WFB/Frank Pusch

Ihre Kindheit fand zwischen deutscher, dänischer und US-amerikanischer Kultur statt – diese besonderen Erfahrungen nahm Gyde Wortmann auf ihrem weiteren Lebensweg mit. Als eine von vier Gründer:innen der heute international erfolgreichen abat AG weiß sie, wann unterschiedliche Menschen am besten zusammenarbeiten: in einer Unternehmenskultur getragen von Vertrauen und Respekt.

2. Anja Kempf

Im Vordergrund ist ein roter Fisch mit fächerartigen Flossen und offenem Maul zu sehen. Er wird von einer lächelnden Frau mit kinnlangen braunen Haaren hochgehalten, die im Hintergrund zu sehen ist.
Ob Hecht, Meerforelle oder Nagelrochen: „Ich habe so ziemlich alles auf dem Tisch gehabt, was erlaubt und angelbar ist“, sagt die Bremerhavener Fischpräparatorin Anja Kempf. © WFB / Carmen Jaspersen

Eine ruhige Hand, viel Geduld und einen unempfindlichen Geruchssinn – das alles braucht Anja Kempf, wenn sie in aufwändiger Handarbeit Fische präpariert. Die selbstständige Präparatorin ist nicht nur für Museen im Einsatz, sondern vor allem für Freizeitangler:innen. Auf ihrem Tisch landet alles, „was erlaubt und angelbar ist“, so Kempf. Einen besonderen Fang konserviert sie mitunter als Geburtstagsüberraschung.

3. Christiane Niebuhr-Redder

Christiane Niebuhr-Redder, Gründerin der Agentur WebMen
Christiane Niebuhr-Redder ist diplomierte Biologin, hat sich schon früh für Informatik interessiert und 1995 die Agentur WebMen in Bremen gegründet. © WFB / Frank Pusch

… steckt voller Begeisterung für Informatik: Gemeinsam mit ihrem Mann und zwei weiteren Partnern gründete sie 1995 die Agentur WebMen und entwickelt seitdem für ihre Kundschaft Webseiten und Anwendungen für Internet und Intranet. Niebuhr-Redders Neugier auf digitale Prozesse fiel in eine abenteuerliche Zeit: „Damals wurde der Begriff Data Highway durchaus noch mit Autobahn verwechselt“, erzählt sie rückblickend.

4. Meline Götz

Meline Götz selbstständige Sozial- und Sexualpädagogin
Meline Götz ist selbstständige Sozial- und Sexualpädagogin.

Dass das Bauchgefühl meistens richtig liegt, bestätigt Meline Götz: 2019 startete sie als Sozial- und Sexualpädagogin in die Selbständigkeit – nach einer spontan getroffenen Entscheidung. „Diese Arbeit fühlt sich so richtig an, das ist genau das, was ich machen will“, sagt sie ein Jahr später. Ihre Seminare, Workshops und Vorträge haben eines gemeinsam: Götz vermittelt Sexualität als etwas grundsätzlich Positives – auch und insbesondere dann, wenn es um Kinder, Alte oder Menschen mit Beeinträchtigung geht.

5. Irene Borgardt

Die Flamme im Gasbrenner ist knapp 2000 Grad heiß, im Sommer kann das sehr anstrengend werden. Glasbläserin Irene Borgardt fertigt in ihrer Werkstatt Wein-, Sekt- oder Grappagläser, von denen keins dem anderen gleicht.
Die Flamme im Gasbrenner ist knapp 2000 Grad heiß, im wird Sommer das ganz schön anstrengend. © WFB/Jörg Sarbach

Sie ist eine der letzten ihres Handwerks: Knapp 500 Glasbläser:innen üben ihren Beruf in Deutschland noch als traditionelles Handwerk aus, das inzwischen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt. Ob sie eher Handwerkerin oder Künstlerin ist, möchte Irene Borgardt nicht festlegen, eines steht jedoch fest: Wenn sie dem Glas Leben einhaucht, ist das ein meditativer Prozess, der jahrelange Übung und besondere Fingerfertigkeit erfordert. 

6. Tanja Möwis

Teresa Rieger (rechts) macht seit 2019 eine Ausbildung zur Keramikerin bei Tanja Möwis
Teresa Rieger (rechts) macht seit 2019 eine Ausbildung zur Keramikerin bei Tanja Möwis © WFB/Carmen Jaspersen

Auch in ihrer Werkstatt ist eine künstlerische Ader gefragt – aber auch Durchhaltevermögen und Konzentration auf das, was hier von Hand entsteht: Tanja Möwis ist Keramikerin. Besonders wichtig findet sie es, ihr Können an eine:n Auszubildende:n weiterzugeben. Warum das nicht überall geht und es einen langen Atem braucht, um das beliebte Handwerk zu erlernen, erzählt sie bei einem Besuch in der Keramik-Werkstatt

7. Stephanie Silber

Die erste Frau an der Spitze der traditionsreichen Bremer Baumwollbörse, die ein markantes Treppenhaus mit repräsentativer Treppe besitzt.
Die erste Frau an der Spitze der traditionsreichen Bremer Baumwollbörse, die ein markantes Treppenhaus mit repräsentativer Treppe besitzt. © WFB/Sarbach

Als erste Frau hat sie es hier an die Spitze geschafft: Stephanie Silber wurde zur ersten Präsidentin der Bremer Baumwollbörse berufen. Über eine Institution mit langjähriger Tradition und warum Baumwolle ein so spannendes Berufsfeld ausmacht – das erzählt die Bremerin hier.

8. Anja von Bestenbostel

Beraterinnen von Bestenbostel und Graeve der PR-Agentur Maisberger in Bremen
Willkommen bei Maisberger Bremen © WFB/Kehl

„Seit ich in Bremen wohnte, realisierten unsere Geschäftsführung und ich mehr und mehr das große Potenzial, das die Stadt bietet." Bremen sei ein guter Standort mit Wachstumschancen, meint Anja von Bestenbostel – und fand mit der Agentur Maisberger aus München ein zweites Zuhause in der Hansestadt. Wir haben sie im neuen Büro in der Union Brauerei einmal besucht.

9. Marlo Kockerols

CheWOW - Gründer
Marlo Kockerols und Federico Krader gründeten das Food-Start-up CheWOW. © CheWOW

„Wir wollen auf alle Teller in Europa – that`s the dream“ – mit ihrem Food-Start-up CheWOW hat Gründerin Marlo Kockerols bereits ein gutes Stück auf diesem Weg zurückgelegt. Mit Fleischersatz aus Kürbiskernen und Ackerbohnen trifft das junge Unternehmen den Zeitgeist – und bedient einen wachsenden Markt für nachhaltige Lebensmittel.

Neugierig auf eine Gründung geworden? Dann ist das Starthaus Bremen die erste Anlaufstelle: https://starthaus-bremen.de

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Nachts im Supermarkt

Er soll dem Einzelhandel helfen, Kosten zu sparen und das Einkaufserlebnis zu verbessern: der autonome Scanroboter, den das Bremer Start-up Ubica Robotics derzeit entwickelt. Dabei soll der neue rollende Kollege die Angestellten in den Filialen nicht verdrängen, sondern entlasten.

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