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27.3.2018 - Jann Raveling

13 Unternehmen aus dem Schiffbau und der maritimen Zulieferindustrie

Maritime Wirtschaft und Logistik

Firmen aus der Maritimen Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven

Kleine, mittlere und große Unternehmen machen die maritime Wirtschaft und den Schiffbau in Bremen und Bremerhaven aus.
Kleine, mittlere und große Unternehmen machen die maritime Wirtschaft und den Schiffbau in Bremen und Bremerhaven aus. © BLG Logistics und bremenports

Schiffbau-Unternehmen und Zulieferer haben in Bremen lange Tradition. Als Teil der maritimen Wirtschaft gehören sie zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszweige der Hansestadt. Zahlreiche Unternehmen aus dem Schiffbau und der Schifffahrtsindustrie finden in Bremen einen sicheren Hafen – und erobern von hier aus die Welt.

Ein Schiff, komplett in Bremen gefertigt und ausgerüstet – made in Bremen? Auch heute noch kein Problem. Werften, Docks, Ausrüster, Maschinenteile, Elektronik – in jeder Teilbranche der gesamten Produktionskette findet sich in Bremen und Bremerhaven mindestens ein Unternehmen. Diese Leistungsfähigkeit kommt nicht von ungefähr, wie ein Blick auf die Zahlen beweist: zweitgrößter Hafenstandort Deutschlands, 1.300 Unternehmen und mindestens 40.000 Arbeitnehmer in der gesamten maritimen Wirtschaft, um nur einige zu nennen.

Darunter sind auch die zahlreichen Zulieferer der Schifffahrtsindustrie. Mit ihren innovativen Lösungen und ihrem Spezialwissen sind sie auch international hoch angesehen. Sie zeigen: Unternehmen im Schiffbau und in der Schifffahrtsindustrie haben in Bremen eine Zukunft! Wir haben 13 Firmen herausgesucht, die exemplarisch für die gesamte Branche stehen und die Prozesskette vom Bug bis zum Heck abbilden.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, weitere Unternehmen der maritimen Wirtschaft gibt es in unserem Branchenverzeichnis

Top 12: Schifffahrtsindustrie-Unternehmen und Zulieferer in Bremen

1. Mediamobil Communications

Wir beginnen unsere Tour durch das Schiff auf der Brücke. In der digitalisierten Welt sind auch Schiffe ständig online. Die Mediamobil Communications GmbH sorgt für die nötigen Verbindungen. Sie stellt die Infrastruktur, betreibt eigene Satelliten-Kommunikationsdienste und unterstützt Reeder dabei, jederzeit auf alle Daten zugreifen zu können. In Forschungsprojekten arbeitet Mediamobil an der Weiterentwicklung der maritimen Kommunikationstechnik, wie etwa in dem Projekt Com4Offshore

2. Kloska Group

Wo kommt eigentlich das Essen her, das die Crews auf ihren monatelangen Fahrten von Deutschland nach China zu sich nehmen? Die Kloska Group weiß es und liefert es auch. Der Schiffsausrüster kann so ziemlich alles besorgen, was auf Schiffen benötigt wird, vom Essen, über Ersatzteile, Werkzeuge, Elektrik bis hin zu Tauwerk und technischen Systemen für Werften. 130.000 Lagerartikel nach eigenen Angaben – was will Schiff mehr?

3. Heinrich Rönner Gruppe

Von Konstruktion über die Fertigung bis hin zum Transport, Montage und Handel: Die Heinrich Rönner Gruppe ist in allen Bereich des Schiffbaus zuhause. Mit ca. 1.200 Mitarbeitern an 21 Standorten in Deutschland ist sie zugleich eines der größten Unternehmen der maritimen Industrie in Bremen und Bremerhaven.

Jede Schiffskomponente kann mithilfe Bremer und Bremerhavener Unternehmen gefertigt werden
Jede Schiffskomponente kann mithilfe Bremer und Bremerhavener Unternehmen gefertigt werden. © WFB/Anne Enderle

4. TTS Marine

Heben, senken, abdecken – die TTS Marine GmbH ist ein Spezialist für schwere Angelegenheiten. Sie designt und konstruiert Schiffskräne, Decksanlagen und Lukendeckel. Als Teil der norwegischen TTS Gruppe kommen die Bremer Produkte überall dort zum Einsatz, wo Lasten auf oder unter Deck gehoben werden müssen. Dazu gehören Containerschiffe, RoRo-Fähren oder Offshore-Plattformen.

5. Kraeft GmbH Systemtechnik

Für die richtige Richtung sorgt Kraeft Systemtechnik. Das Unternehmen aus Bremerhaven produziert Ruderanlagen, Querstrahlruder und Hydrauliksysteme für den Schiffsbetrieb. Daneben sind sie auch an Land tätig, etwa im Stahlwasserbau für Schleusen oder im Anlagenbau.

6. SAACKE

Auf jedem Schiff muss heißes Wasser oder Dampf für die verschiedensten Prozesse erzeugt werden. Die Brenner und Dampfkessel dafür produziert die SAACKE GmbH. Besonderes Know-how haben die Bremer dabei in der Reduzierung von Schadstoffen in Abgasen. Auf den Weltmeeren verschärfen sich die Richtlinien für Abgase stetig – wer saubere Luft erzeugen kann, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil. Neben Heißwasser und Dampf produziert SAACKE daher auch Abgaswäscher für den Hauptantrieb und die Hilfsdiesel.

7. RWO Veolia

Wird auf einem Schiff Wasser benötigt, kann die Crew nicht einfach Salzwasser aus dem Meer schöpfen. Auch andersherum ist es nicht so einfach – Abwässer dürfen nicht pauschal ins Meer abgelassen werden. Die Anlagen von RWO Veolia behandeln deshalb Frisch-, Verbrauchs- und Abwasser auf Schiffen. Etwa das Bilgenwasser, das sich unten im Rumpf eines Schiffs, der Bilge, sammelt und häufig mit Öl kontaminiert ist. Bilgenentöler von RWO Veolia trennen Wasser und Öl wieder voneinander.

8. BESI Marine Systems

Schiffskräne hieven Lasten von tausenden Tonnen. Im Gegensatz zu Landkränen können sie sich jedoch nicht abstützen. Ausgeklügelte Pumpen- und Ballastwassersysteme bewahren Schiffe vor dem umkippen. Die BESI Marine Systems GmbH konstruiert diese sogenannten Anti-Heeling-Systeme. Außerdem kennen sie sich mit hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Aktuatoren aus: Überall dort wo Ventile oder Klappen bewegt werden müssen, ist BESI zur Stelle. Auch die Ventile selbst produzieren die Bremer.

Von Schweißarbeiten bis zu elektronischen Systemen: In Bremen und Bremerhaven hat der Schiffbau alles zu bieten.
Von Schweißarbeiten bis zu elektronischen Systemen: In Bremen und Bremerhaven hat der Schiffbau alles zu bieten. © WFB/Frank Pusch

9. ScanDiesel GmbH

Volle Fahrt voraus! ScanDiesel ist Partner internationaler Schiffsmotorenhersteller für kleine und mittlere Schiffsgrößen. Das Unternehmen aus Bremen-Nord übernimmt den Import, die Qualitätssicherung, berät Kunden, schult Servicekräfte und arbeitet an der Entwicklung von maritimen Antriebslösungen mit.

10. LOEWE MARINE

Ein Schiffsneubau oder eine Umrüstung ist oft ein Millionen-Projekt. Damit bei Planung und Durchführung alles glatt läuft, hat LÖWE MARINE ein Auge auf alle Prozesse. Beratung und Projektmanagement bei Umrüstungen, Bewertung, Design und Abnahme von Umbauten oder Vertragsgestaltung, Bauaufsicht sowie Inspektionen – das Bremer Unternehmen bringt überall seine Expertise mit ein.

11. Lloyd Werft Bremen

Sie ist eine der letzten großen Werften im Norden: Die Lloyd Werft. Im Passagier- und Spezialschiffbau sowie bei Reparaturen, Umrüst- und Erweiterungsprojekten hat sich das Unternehmen mit dem traditionsreichen Namen verdient gemacht. 1857 als Werft für die Linien- und Frachtschiffe der Reederei Norddeutscher Lloyd gegründet, kann sie noch heute „dicke Pötte“ mit über 300 Metern Länge und bis zu elf Metern Tiefgang in ihren Docks beherbergen.

12. German Dry Docks Group

German Dry Docks ist ein Werftenverbund, der sich 2013 aus verschiedenen Bremerhavener Werften und Dockbetrieben gründete. Zusammen mit weiteren Werften entstand aus ihr 2017 die German Dry Docks Group. Gemeinsam treten sie am Markt auf, um ihre Kräfte zu bündeln, Dockkapazitäten optimal auszunutzen und so gemeinsam wettbewerbsstark aufzutreten. Mit mobilen Wartungsteams, Industrie 4.0 und modernen Umwelttechnologien geht die Werftengruppe den Weg in die Zukunft des Schiffbaus. Mehr zur German Dry Docks Group berichtet die BIS Bremerhaven.

13. Fr. Lürssen Werft

Luxusyachten für die Schönen und Reichen, damit verbindet man den Namen Lürssen. Seit 1875 baut das erfolgreiche Familienunternehmen Schiffe. Neben seiner Heimat in Bremen Vegesack hat das Unternehmen weitere Standorte in Deutschland, u.a. gehört die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss seit 2016 zur Lürssen Gruppe. Allein in Bremen beschäftigen die Megayachtbauer mehr als 1.000 Mitarbeiter.


Weitere Informationen zum Logistikstandort Bremen und Bremerhaven erhalten Sie hier oder bei Andreas Born, Innovationsmanager Maritimes Cluster Norddeutschland und Industrie 4.0 , Tel. 0421 361-32171, andreas.born@wah.bremen.de

Interesse an einer Logistikfläche oder einem neuen Standort in Bremen? Das Team Ansiedlung hilft Ihnen gerne weiter: Thorsten Tendahl, Unternehmensservice und Vertrieb, Teamleiter Unternehmensservice Bremen und nationale Ansiedlung, 0421 9600-121 thorsten.tendahl@wfb-bremen.de


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