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16.3.2022 - Mona Fendri

„Bei uns ist es kontinuierlich bergauf gegangen“

Erfolgsgeschichten

Ein Jahr nach der Ansiedlung in Bremen: Wie hat sich die PR-Agentur Maisberger entwickelt?

Ein Mann und eine Frau stehen im Türrahmen und lächeln in die Kamera
Seit Ende 2021 bilden Anja von Bestenbostel und Lukas Zimmer die Doppelspitze bei Maisberger Bremen © David Klein Fotografie

Ausgerechnet im ersten Corona-Jahr 2020 eröffnete die Münchner PR-Agentur Maisberger ihren Standort in Bremen. Mehr als ein Jahr ist vergangen, seitdem Standortleiterin Anja von Bestenbostel zusammen mit Senior Account Managerin Sandra Graeve ihre neuen Büroräume in der Union Brauerei bezogen haben. Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten hatte Maisberger damals von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH erhalten. Wir haben nachgefragt, wie es ihnen in Bremen seitdem ergangen ist.

An einem der ersten Sonnentage im Jahr 2022 besuchen wir die Agentur, die ihren Räumlichkeiten in der Union Brauerei in Bremen Walle treu geblieben sind. Der Duft von Hopfen weht uns entgegen, während wir die Treppen zur Agentur besteigen, und lässt uns erahnen, dass die Brauerei auf Hochtouren arbeitet. Freudig strahlend empfängt uns Anja von Bestenbostel zusammen mit Agenturhund Sidney, der sich in seiner neuen Heimat eingelebt hat und sichtlich wohlfühlt. Neben den beiden überrascht uns ein neues Gesicht: Lukas Zimmer ist seit Dezember 2021 mit von Bestenbostel an der Spitze von Maisberger Bremen.

Eine Agentur auf Wachstumskurs

Tatsächlich hat sich inzwischen das damalige Zweierteam verdoppelt. Lukas Zimmer ist vom Münchner Standort nach Bremen gekommen, um die kleine Agentur in leitender Funktion zu unterstützen und sich thematisch vor allem um Business Development und Vertrieb zu kümmern. Alles begann mit einem PR-Podcast, Servus & Moin, den von Bestenbostel und Zimmer über beide Standorte Bremen und München hinweg aufsetzten. „Daraus ist ein stückweit die Idee einer doppelten Agenturleitung entstanden“, erinnert sich von Bestenbostel. „Wir haben gemerkt, dass wir als Team gut funktionieren und uns gut ergänzen.“

Zudem ist seit April 2021 ein Trainee mit dabei, der nach Abschluss seines Traineeprogramms von der Agentur fest übernommen wird. „Wir sind auf starkem Wachstumskurs und suchen weitere Mitarbeitende in ziemlich jeder Position“, betont von Bestenbostel. „Wir brauchen einfach Leute, die uns helfen, die Kundinnen und Kunden, die wir jetzt neu akquirieren, gut betreuen zu können.“

Das Gebäude der Union Brauerei in Bremen
Mit Unterstützung der WFB hat Maisberger Bremen Räumlichkeiten auf dem Gelände der Union Brauerei in Bremen Walle bezogen © David Klein Fotografie

Den Standort mitentwickeln

Auch das Kundinnen- und Kundenportfolio hat sich im letzten Jahr weiterentwickelt. Sehr aktiv ist Maisberger Bremen momentan in der Start-up-Szene sowie in den Bereichen Green Technology, Digitalisierung, Gesundheitswesen und New Work – eine Themenpalette so vielfältig wie das Team selbst. „Das Spannende bei uns ist, dass sich jede und jeder individuell entfalten kann und wir uns Themen, die uns persönlich interessieren, auswählen können“, so Zimmer. „Es ist uns ein Anliegen, Perspektiven für unsere Mitarbeitenden zu schaffen, aber auch einen Mehrwert für die Region geben zu können“.

So entstand unter anderem der Fokus auf die Bremer Start-up-Szene. Um sich auf dem Markt zu etablieren, ist es für Start-ups besonders wichtig, nach der Gründung kurzfristig mit der Kommunikation zu starten. So bietet Maisberger in einigen Fällen an, anfangs eine unterstützende Funktion wahrzunehmen, Start-ups kommunikativ in die richtige Richtung zu führen, und steht ihnen für eine weiterführende Zusammenarbeit zur Verfügung. „Wir möchten den Weg für Start-ups ebnen, deren gesellschaftliches oder nachhaltiges Engagement uns persönlich überzeugt. Das haben wir in letzter Zeit auch schon gemacht“, erklärt Zimmer weiter. Das Spannende an der Start-up-Szene ist, so sieht es das Team von Maisberger, dass man von Anfang an beim Aufbau mit dabei ist und dementsprechend Neues ausprobieren und den Fokus auf sehr unterschiedliche Zielgruppen setzen kann – sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich. Um in der Start-up-Szene Fuß zu fassen, biete sich laut Lukas Zimmer Bremen als Standort sehr gut an. „In München gibt es Start-ups wie Sand am Meer, da ist man nur ein Anbieter unter vielen. In Bremen ist man, wenn man sich gut vernetzt, recht schnell mit dabei. Man kann eine Menge durch positives Networking erreichen.“ Generell sei Bremen eine sehr familiäre Stadt, in der es gar nicht so schwer sei, auch im beruflichen Umfeld Netzwerke aufzubauen, fügt von Bestenbostel hinzu, die nach 19 Jahren München den Entschluss gefasst hatte, zurück in den Norden zu ziehen.

Das Beste aus zwei Welten

Der Spielraum, der sich Maisberger Bremen bietet, und die Möglichkeit, neue Wege einzuschlagen, kommt nicht von ungefähr. „Jede und jeder im Team kann sich ausprobieren. Das ist natürlich ein Faktor, der uns moralisch und als Team pusht und nur möglich ist, weil wir mit München in der Hinterhand dieses Traditionsunternehmen haben, das uns ähnlich wie ein Start-up diesen Weg ebnen kann. Daraus können wir Kraft schöpfen und fast schon unabhängig sein“, erklären die beiden Führungskräfte der Bremer PR-Agentur.

Es ist das Beste aus zwei Welten: Auf der einen Seite stehen dem kleinen Team die Solidität, das Know-how und die PR-Tradition des alteingesessenen Münchner Standorts zur Verfügung. Auf der anderen Seite haben die Bremer die Freiheit und die Flexibilität, neue Arbeitsweisen auszuprobieren und sich mit anderen Themen auseinanderzusetzen – und das auf kurzen und basis-demokratischen Arbeitswegen. „Es ist, glaube ich, für beide Seiten ganz spannend, weil wir auch Sachen, die wir hier ausprobieren, später für München nutzen können“, bestätigt von Bestenbostel.

Vier Personen sitzen an Computern in einem Büro und arbeiten
Das Viererteam von Maisberger Bremen setzt bei seiner Arbeit auf Themenvielfalt © David Klein Fotografie

„Man lernt nie aus“

Die niedrigschwelligen hierarchischen Strukturen der Agentur, die Option, eigene Interessen einzubringen und die Themenvielfalt, die daraus entsteht, ermöglichen den Mitarbeitenden, immer noch etwas dazu zu lernen und sich individuell zu entfalten. Ein Aspekt, der ebenfalls für Bewerber:innen attraktiv ist. „Wenn morgen jemand bei uns neu anfangen möchte und Interesse an einem bestimmten Thema bekundet – da sind wir immer offen. Eventuell können wir das Thema in unser Portfolio aufnehmen und die Person mit Weiterbildungen und der Teilnahme an Veranstaltungen weiter fördern“, so Zimmer.

Auch für Trainees ist diese Mischung aus Sicherheit und Experimentierfreude von großem Vorteil. Ob in München oder Bremen, junge Menschen können sich für ein zwölfmonatiges Traineeprogramm bei Maisberger bewerben. Mit guten Zukunftsperspektiven: Der aktuelle Trainee von Maisberger Bremen wird nach seinem Abschluss direkt übernommen. Nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin wird momentan gesucht.

Diese Vielseitigkeit sei das, was ihre Arbeit so spannend mache, sind sich die beiden Führungskräfte einig. „Es erweitert den persönlichen Horizont, weil man mit so vielen Themen in Berührung kommt, mit denen man sich sonst nie beschäftigt hätte. Auch wenn man den Job schon viele Jahre lang macht: Man lernt nie aus“, fasst Anja von Bestenbostel enthusiastisch zusammen.

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