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9.6.2022 - Jann Raveling

Neu in Bremen: pbp Architekten

Neu in Bremen

Von der Projektidee bis zur Schlüsselübergabe: Neues Architekturbüro siedelt sich in Bremen an

Gut in Bremen angekommen - das Architekturbüro pbp prasch buken partner architekten bda
Gut in Bremen angekommen - das Architekturbüro pbp prasch buken partner architekten bda © WFB/Rathke

Historische Speicher, moderne Architektur, dazwischen schreiende Möwen und das in der Abendsonne schillernde Wasser des Hafenbeckens – sind wir hier in der Bremer Überseestadt oder der Hamburger HafenCity?

Eine Frage, die sich Architekt Frank Buken wohl in Zukunft öfters stellen wird. Denn als einer der drei Partner des Hamburger Architekturbüros pbp prasch buken partner architekten bda ist der 46-Jährige ab jetzt regelmäßig in Bremen, um seine Kolleginnen und Kollegen am neuen Standort zu besuchen. Und wie die Hamburger Zentrale des Architekturbüros direkt an der Elbe liegt, nur einen kurzen Spaziergang von der HafenCity entfernt, liegt auch das neue Bremer Büro direkt an der Weser, mitten in der Bremer Überseestadt.

Ähnliche Herausforderungen in Hamburg und Bremen

Es ist kein Zufall, dass sie mit ihrer Niederlassung ausgerechnet hier gelandet sind. Denn die Gemeinsamkeit von den beiden Städtebauprojekten Hamburger HafenCity und Bremer Überseestadt gründen auf ganz ähnlichen Herausforderungen: Alte Hafenquartiere, die neu genutzt werden. Einst für Schifffahrt und Logistik wichtige Areale, die nun von Kreativagenturen, Softwareschmieden und Kulturangeboten wiederbelebt werden. Neuer Wohnraum, der zu einem quirligen Stadtteil zusammenwächst. Und ein maritimer Charme, der Menschen anzieht, aber auch bewahrt werden muss.

All das sind Aufgabengebiete, in denen sich Architektinnen und Architekten wohlfühlen: Altes bewahren, aber mit neuem Leben füllen, Orte und Räume schaffen, wo bisher nur Brachland vorherrschte.

„Wir haben in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in der Quartiersentwicklung gesammelt, in Städten wie Hamburg oder in Budapest. Wir stehen hier in der Bremer Überseestadt vor ähnlichen Fragestellungen und Aufgaben, deshalb war es nur passend, dass wir unser Büro hier eröffnen“, so Frank Buken.

Partner Frank Buken mit dem neuen Bremer Büroleiter Thorben Oelke
Partner Frank Buken mit dem neuen Bremer Büroleiter Thorben Oelke © WFB/Rathke

Nähe zu Projektentwickelnden und Baubranche ausschlaggebend

Auf 220 Quadratmetern haben sie zehn Arbeitsplätze geschaffen, mit direkter Sicht auf das Becken des Europahafens. Und auf das eindrucksvolle Bauprojekt „Europahafenkopf“, das sich mit großen Schritten seiner Vollendung nähert und der Überseestadt künftig seinen Stempel aufdrückt.

„Gerade die Nähe zu Projektentwicklern, Bauträgern und langjährigen Partnern wie Robert C. Spies oder Zech Bau ist hier natürlich sehr attraktiv für uns“, bestätigt auch der Architekt Thorben Oelke, der als Niederlassungsleiter fortan Bremer Luft atmet. An ersten Projekten und Ausschreibungen in der Hansestadt hat das Architekturbüro bereits teilgenommen, in Zukunft möchte es von hier aus im nordwestdeutschen Raum aktiver werden.

Rundum-Paket für Bauherrinnen und Bauherren

Das Büro selbst ist noch relativ jung: 2015 machten sich die drei erfahrenen Architekten Alf M. Prasch, Frank Buken und Nel Bertram gemeinsam selbstständig. Seitdem wuchs es rasch und beschäftigt mittlerweile 50 Angestellte.

Mit Schwerpunkten im Bereich Wohnungsbau, Hotels, Büroimmobilien und Einzelhandel hat sich das Unternehmen in kurzer Zeit ein breites Portfolio aufgebaut, innerhalb dessen es alle Dienstleistungen aus einer Hand anbietet: Machbarkeits- und Designstudien, Ausführungsplanung, Bau- und künstlerische Leitung, Baurecht. Und auch für Lehraufträge an der HafenCity Universität nimmt sich Frank Buken Zeit, denn der Nachwuchs ist im wichtig.

„Architektur ist für uns kein Selbstzweck. Architektur heißt für uns „Werte schaffen“. Wir legen Wert auf Lösungen, die sich realistisch umsetzen lassen, die zeitlos sind und Bestand haben“, so Frank Buken.

WFB unterstützt bei Ansiedlung

Nach Bremen kamen die Hamburger auch dank der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Auf immobilienwirtschaftlichen Veranstaltungen wie dem Heuer Dialog entstanden erste Kontakte sowohl zur WFB als auch zur Bremer Bauwirtschaft. „Die WFB hat uns sehr gut dabei unterstützt, hier in der Hansestadt anzukommen. Wir brennen jetzt darauf, mit neuen Projekten hier in Bremen und der Umgebung loszulegen. Und würden uns natürlich über engagierte Architektinnen und Architekten freuen, die sich bei uns bewerben. Wir sind stets auf der Suche nach neuen Fachkräften“, so Buken abschließend.

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